Mensch ist Mensch und Krieg ist Krieg

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Campax ist berührt von der grossen Solidarität mit ukrainischen Flüchtenden. Wir rufen aber dazu auf, keinen Unterschied zwischen Flüchtenden basierend auf ihrer Herkunft oder Hautfarbe zu machen.

Angesicht des Krieges gegen die Ukraine geht eine Welle der Solidarität durch die Schweiz und Europa. Innerhalb weniger Tage haben sich bei Campax tausende Menschen gemeldet, die Flüchtende aus der Ukraine bei sich aufnehmen können. Campax ist sehr berührt von dieser Bereitschaft der Bevölkerung, den Flüchtenden zur Seite zu stehen. 

Rassistischer Unterton

Gleichzeitig sind seit Ausbruch des Krieges verschiedene, rassistische Aussagen und Entwicklungen zu beobachten. So häufen sich Berichte von PoC Flüchtenden (People of Colour), die am Grenzübertritt in die ukrainischen Nachbarländer gehindert werden und mitunter tagelang in der Kälte ausharren müssen. Zudem machen verschiedene europäische Länder Unterschiede zwischen Flüchtenden mit ukrainischem Pass und solchen ohne: Letztere erhalten vielerorts nicht den gleichen Schutzstatus und die damit verbundenen Rechte wie erstere. Und schliesslich haben verschiedene Medien rassistische Artikel publiziert, in denen die Solidaritätswelle mit den ukrainischen Flüchtenden damit erklärt wird, dass diese ja “echtere”, “zilvilisierte” und “weisse” Flüchtende seien. Solche Ausdrücke sind einfach nur abscheulich. 

Jedes Leben ist wertvoll

Campax ruft darum dazu auf, keinen Unterschied zwischen Flüchtenden zu machen basierend auf ihrer Herkunft, Hautfarbe oder Staatsangehörigkeit. Jeder Mensch, der von einem kriegerischen Konflikt fliehen muss, hat Anspruch auf dieselben Rechte und verdient unsere Solidarität. Krieg ist Krieg und Mensch ist Mensch. 

Wir richten unseren Appell an:

  • Die staatlichen Behörden in der Schweiz
    • Machen Sie keinen Unterschied zwischen ukrainischen Flüchtenden mit oder ohne ukrainischem Pass. Jede:r Flüchtende hat unseren Schutz verdient, unabhängig von seiner/ihrer Herkunft. 
    • Dieselben Rechte, die ukrainischen Flüchtenden derzeit zuteil werden, müssen alle Flüchtenden bekommen, egal aus welcher Weltregion sie herkommen. 
  • Die Schweizer Medien: Verzichten Sie auf rassistische Äusserungen. Ukrainische Flüchtende sind nicht “echtere” Flüchtende und auch nicht “zivilisierter” als andere. Flüchtende sind Flüchtende und einen Unterschied zwischen ihnen zu machen basierend auf ihrer Herkunft ist rassistisch. 
  • Die Zollbehörden an den Grenzübergängen: Machen Sie keine Unterschiede zwischen Flüchtenden verschiedener Hautfarben, Herkunft oder Religionszugehörigkeiten. Behandeln Sie PoC genau gleich wie “weisse” Flüchtende. 

Menschen, die aus Kriegsgebieten fliehen, haben laut Genfer Flüchtlingskonvention ein Recht auf Schutz und Asyl und zwar unabhängig von ihrer Hautfarbe, ihrer Herkunft oder ihrer Religion. Egal, ob aus der Ukraine oder aus Afghanistan, egal, ob „weiß“ oder PoC, egal, ob Christ:in oder Muslim:in, jedes Leben ist wertvoll und muss geschützt werden.

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Quellen

Besuch Planetarium

"Gemeinsames Treffen von Campax Verein an einem malerischen Ort - Urania Sternwarte für Menschen wer nach Unterstützung suchen & Solidarität"

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