Herr Jordan, der Erde geht die Luft aus!🌍

SNB-PrÀsident Thomas Jordan spielt ein gefÀhrliches Spiel mit der Zukunft unseres Planeten. Deswegen waren wir gestern in Bern auf dem Bundesplatz und haben auf die dreckigen Investitionen der Schweizerischen Nationalbank aufmerksam gemacht. Es darf nicht sein, dass die SNB Profit auf Kosten des Klimas macht! Unterzeichne jetzt die Petition von Campax und weiteren Klimaorganisationen und fordere eine klimafreundliche Nationalbank!

Heute Mittag auf dem Bundesplatz Bern: Als Thomas Jordan verkleidete Aktivist*innen spielen mit einer grossen, aufblasbaren Erdkugel. Im Hintergrund Menschen, die ein Banner mit der Aufschrift “Herr Jordan, kein Profit auf Kosten des Klimas!” halten und Flyer verteilen.

 

Die Aktion steht sinnbildlich fĂŒr die dreckigen Investitionen der Nationalbank und das gefĂ€hrliche Spiel, das Thomas Jordan mit der Zukunft unseres Planeten spielt. Er trĂ€gt als PrĂ€sident der Nationalbank dabei die Hauptverantwortung. Denn er entscheidet gemeinsam mit dem Direktorium, von welchen Unternehmen die Nationalbank Aktien kaufen darf und von welchen nicht.

 

Im Angesicht der Klimakrise investiert die SNB immer noch mehrere Milliarden in Unternehmen wie Shell, ExxonMobil oder TotalEnergies. (1) Alles Fossilriesen, die fĂŒr die Klimakrise gerade mal ein Schulterzucken ĂŒbrig haben. Mit der Investition in solche klimaschĂ€dlichen Unternehmen machen sich Jordan und die SNB mitschuldig an der Befeuerung der Klimakrise.

 

Aber nicht nur Thomas Jordan ignoriert die Verantwortung der SNB. Der Bundesrat hat einen Bericht zur Schweizerischen Nationalbank veröffentlicht. Darin streitet er ihre Verantwortung in Sachen Klima völlig ab. Im Bericht ĂŒbernimmt der Bundesrat fast eins zu eins die Argumentation der SNB: Ihr Aufgabenbereich verbiete ihr eine proaktive Rolle im Klimaschutz. Das ist völlig inakzeptabel. Die SNB könnte mit dem jetzigen Aufgabenbereich problemlos einen klimafreundlichen Kurs fahren. Sie hat es sogar selbst vorgemacht: Investitionen in Kohleminen hat sie nĂ€mlich bereits ausgeschlossen. (2)

 

Höchste Zeit also, dass das Parlament eingreift. Zusammen mit verschiedenen anderen Klimaorganisationen hat Campax eine Petition an die nationalen RÀte und die kantonalen Parlamente gestartet. Gemeinsam fordern wir, dass die Politik eingreift und den Aufgabenbereich der Nationalbank prÀzisiert. Fordere jetzt eine klimafreundliche Nationalbank!

Vorgestern erschien zudem die Green Central Bank Scorecard, in welcher die Nationalbanken von G20 Staaten anhand ihrer Klimarichtilinien bewertet werden. Die Schweiz ist zwar kein G20-Staat, die SNB wurde aber doch erwÀhnt. Mit der erreichten Punktzahl wÀre die SNB auf Platz 11 des Rankings, im Vorjahr hat sie es noch auf den 8. Platz geschafft. Sie hinkt anderen europÀischen Zentralbanken stark hinterher, was den Klimaschutz betrifft. Der Bericht zeigt einmal mehr, dass die Klimakrise eben auch Zentralbanken etwas angeht! (3)