Neuauflage des Pakts mit dem Teufel

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Neuauflage des Pakts mit dem Teufel

Im Morgengrauen sind wir vom Oberalppass losgefahren, um vor den ersten Menschen in der Schöllenenschlucht anzukommen. Mit kalten Händen und Vorfreude auf die Aktion, haben wir das Banner auf die Brücke getragen. Mit dieser Aktion wollen wir auf den Hinterzimmer-Deal aufmerksam machen, den Economiesuisse und der Bauernverband abgeschlossen haben.
Du fragst Dich, wieso uns dieser Deal so empört?

Economiesuisse macht seit Jahren mit Millionenbeträgen Politik für die Interessen von Geldadel und Finanzlobby. Sie schadet mit ihrer Politik den Menschen, der Umwelt und dem Klima. Auf der anderen Seite hat Martin Ritter als Präsident des Bauernverbandes die Interessen der Bauern – und vor allem der Bäuerinnen – an die Wirtschaft verkauft. Denn inhaltlich verbindet die beiden Verbände sehr wenig. 

Der Bauernverband fordert seine Mitglieder auf, aktiv für ein «Ja» zur AHV21 Reform zu weibeln. Damit soll die Reform auf dem Land ins Trockene gebracht werden. Zwei ungleiche Partner, doch was hat der Bauernverband von dieser Allianz?
Dass die finanzstarke Economiesuisse zusätzliche Gelder in die Kampagne gegen die Massentierhaltungs-Initiative gepumpt hat, liegt auf der Hand. Aber dank der intransparenten Politikfinanzierung können solche Finanzströme nicht aufgedeckt werden.

Um auf den unmoralischen Deal aufmerksam zu machen, haben Aktivist*innen von Campax auf der Teufelsbrücke in der Schöllenenschlucht ein riesiges Banner platziert. Denn analog zur alten Sage ist der Bauernverband einen Pakt mit dem Teufel eingegangen. So viel Glück wie in der Sage haben wir in der Realität nicht – denn der Pakt wirkt sich negativ auf die Menschen aus. Unter anderem auf die Bäuerinnen: Bereits heute sind sie besonders stark betroffen von Altersarmut – eine Rentenkürzung wäre fatal. Außerdem sind Landwirt*innen besonders betroffen von den Auswirkungen der Klimakrise. Die Initiative gegen Massentierhaltung würde zu einer Reduktion von Emissionen beitragen. Das wäre ein Schritt in die richtige Richtung – hin zu einer zukunftsfähigeren Landwirtschaft.

Lassen wir unsere Demokratie nicht einfach so aushebeln von der Wirtschaft. Bei den Abstimmungen vom 25. September können wir ein Zeichen für eine zukunftsfähige Landwirtschaft und gegen den Rentenabbau der Frauen setzen. 

Hilfst Du uns, mit dem Video der Aktion möglichst viele Menschen zu erreichen? Und sie von einem “JA” zur Initiative gegen Massentierhaltung und zweimal “NEIN” zur AHV21 zu überzeugen? Dann schicke es jetzt Deinen Freund*innen weiter!

Zusammen mit den feministischen Streik Kollektiven hat Campax eine Basiskampagne durchgeführt. Mit Aktivitäten wie Haustürgesprächen, Postkarten schreiben und Politoessen konnten wir viele Menschen von zweimal Nein zur AHV21 überzeugen.

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