Campax

Ein Webinar über die Folgen eines Ja zur „Chaos-Initiative“, von Campax und Solidarité sans frontières.

 

Jeden Monat organisiert Campax eine Veranstaltung für die Community. Im Mai fand ein Webinar über die Folgen, die eine Annahme der SVP-Chaos-Initiative („Keine 10-Millionen-Schweiz“) mit sich bringen würde, statt.

 

Sophie Guignard, politische Sekretärin von Solidarité sans frontières, hat uns ausführlich erklärt, was passieren würde, wenn die chaotische SVP-Initiative am 14. Juni angenommen würde. Weitere Infos zu den Folgen findest du auf unserer Kampagnenseite oder auf der Website von Solidarité sans frontières.

 

Unsere Moderatorin hat zudem in einigen Punkten die Fakten richtiggestellt, insbesondere die Vereinfachungen und Übertreibungen der SVP.

 

Das Bevölkerungswachstum der Schweiz wird von der SVP als unkontrolliert dargestellt und durch steigende rote Kurven veranschaulicht. Die Realität sieht anders aus: Die demografischen Szenarien des Bundesamtes für Statistik zeigen eine fast horizontale Linie, die bald ihren Höhepunkt erreicht:

 

Sophie Guignard hat auch die Brutalität der Bilder hervorgehoben, die in der SVP-Kampagne verwendet werden. Eine weisse Familie, die nach einem kleinen Spaziergang in der Natur in ihr Chalet zurückkehrt. Die Idee, dass Menschen, die nicht diesem Bild entsprechen, nicht willkommen sind und die Ruhe dieser Familie stören.

 

Einer der Gründe, warum die SVP die Einwanderung als Bedrohung darstellt, ist, dass die Partei dann leichter die Rechte von Einwanderer*innen einschränken kann. Wenn die Chaos-Initiative angenommen wird, wird sie faktisch die Rechte der Arbeitnehmer*innen schwächen. Und es werden nicht nur Einwanderer*innen unter verschlechterten Arbeitsbedingungen leiden, sondern die gesamte Schweizer Bevölkerung.

 

Es wäre eine Rückkehr zu einer Logik prekärer Arbeitsverhältnisse, ähnlich dem früheren Saisonnierstatus, bei dem die Arbeitnehmenden unter unmenschlichen Bedingungen arbeiteten und weder das Recht hatten, sich dauerhaft niederzulassen, noch ihre Familie nachzuholen. In diesem System lebten viele Menschen getrennt von ihren Angehörigen und manche Familien waren gezwungen, sie zu verstecken. Die Kinder besuchten geheime Schulen, die Partner*innen durften nicht arbeiten.

 

Die Kernbotschaft von Solidarité sans frontières: Migration gab es schon immer, und sie ist keine Bedrohung.

 

Aber das ist nur eine Zusammenfassung einiger interessanter Punkte aus dem Webinar. Hier kannst du es dir auch in voller Länge ansehen:

 


Für weitere Informationen zu den Folgen der Chaos-Initiative der SVP kannst du auch unsere Kampagnenseite besuchen: