«Bloody Unfair» Aktion auf dem Bundesplatz

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«Bloody Unfair»

Bern, 09.05.2022 Am Montagmittag erinnerten Aktivistinnen von Campax anlässlich der nationalrätlichen Sondersession an die Ungerechtigkeit des zu hohen Mehrwersteuersatzes auf Monatshygieneprodukte. Mit einem riesigen Tampon erregten sie vor dem Bundeshaus Aufsehen. 

«Bloody Unfair»

Mit der Aktion weist Campax einmal mehr auf die Ungerechtigkeit hin, dass Hygieneartikel wie Tampons und Binden einer Mehrwertsteuer von 7,7 Prozent unterliegen und damit als Luxusprodukte eingestuft werden. Andere Güter des täglichen Bedarfs werden nur mit 2,5 Prozent besteuert.

2019 hat der mittlerweile abgetretene Neuenburger Nationalrat Jacques-André Maire eine entsprechende Motion eingereicht, begleitend dazu hat Campax mit einer Petition innert kürzester Zeit 11’300 Unterschriften gesammelt, die dem parlamentarischen Vorstoss das nötige Gewicht verlieh. Der Bundesrat hat den Räten die Motion zur Annahme empfohlen.

Das Geschäft wurde an die Kommission für Wirtschaft und Abgaben des Nationalrates WAK-N überwiesen, damit es gebündelt mit anderen Reformen in der Revision des Mehrwertsteuergesetzes behandelt werden kann. 

Am 25. Januar 2022 meldet die Kommission, dass sie bei der Einführung des reduzierten Steuersatzes von 2,5% auf Produkte der Monatshygiene der Empfehlung des Bundesrats folge. 

Jetzt ist die nächste Etappe fällig. Morgen, Dienstag, 10. Mai 2022 entscheidet der Nationalrat in der Sondersession über die MwSt-Revision und dabei auch über die Reduktion der Tamponsteuer. Es ist ein Minderheitsantrag gegen die Senkung der Steuer auf weibliche Hygieneprodukte hängig.

Wir waren heute vor Ort, um den Damen und Herren im Parlament in Erinnerung rufen, dass diese Ungerechtigkeit aus der Welt geschafft werden muss. Alles Andere fänden wir

Campax sieht die Steuerreduktion als einen wichtigen Schritt gegen die ungleiche Behandlung der Frauen in der Schweiz. Menstruationsprodukte sind Güter des täglichen Bedarfes von erster Priorität und lassen sich nicht mit «Luxusartikeln» wie Rasierer oder Kaviar gleichsetzen. Die Hälfte der Schweizer Bevölkerung ist darauf angewiesen und es ist nicht richtig, auf der Grundlage von biologischen Unterschieden Geld an dieser Hälfte zu verdienen. Etliche Länder haben die Mehrwertsteuer auf Tampons bereits reduziert oder ganz abgeschafft.

Um zu verhindern, dass die Schweiz wieder zum internationalen Negativbeispiel in Sachen Gleichberechtigung der Geschlechter wird, wie es durch die extrem späte Einführung des Frauenstimmrechts im Jahre 1974 passiert ist, braucht es jetzt die aktive Unterstützung des Parlaments.

«Nur weil Menstruation in unserer Gesellschaft ein grosses Tabu ist, konnte sich die finanzielle Diskriminierung von menstruierenden Personen halten. Es ist höchste Zeit, diese Diskriminierung aufzuheben», so Virginia Köpfli, Campaignerin bei Campax. 

«Bluten ist kein Luxus. Es darf nicht sein, dass menstruierende Personen aufgrund Biologie finanziell diskriminiert werden», so Angelina Dobler, Campaignerin bei Campax.

Medienkontakte:

Angelina Dobler, 077 527 54 25‬, [email protected]

Virginia Köpfli, 078 633 83 17, [email protected]

Bilder zur freien Verfügung: https://www.flickr.com/gp/[email protected]/2306uq

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