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Schweizer Versicherungen im Klima-Check

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Wir ermuntern dich als Versicherungskund*in, deinen Einfluss wahrzunehmen. Kontaktiere deine Versicherung und weise sie auf die Lücken in den Klimarichtlinien hin. Fordere deine Versicherung freundlich dazu auf, ihre Richtlinien zu überarbeiten und zu verschärfen. Falls das Unternehmen keine Veränderung in Aussicht stellt, ziehe einen Wechsel zu einer Versicherung mit strengeren Richtlinien in Betracht.

Springe direkt zu deiner Versicherung:
Generali

Die Generali hat als erste Versicherung neue Öl- und Gasprojekte entlang der gesamten Wertschöpfungskette vom Versicherungsgeschäft ausgeschlossen (Gewinnung, Transport, Verarbeitung und Energieproduktion). Das macht sie aber nur bei „Transitionsnachzüglern“, wie sie sie nennt. Möchte sie konsequent sein, sollte sie diese Lücke schliessen und neue Öl- und Gasprojekte in keinem Fall versichern. 

Punktzahl von 10: Versicherung: 6,4 / Investitionen: 6,4

Allianz

Die Allianz schliesst neue Ölprojekte entlang der gesamten Wertschöpfungskette aus. Dasselbe sollte sie bei Gas tun und insbesondere neue Flüssiggasterminals und Gaskraftwerke aus dem Versicherungsgeschäft ausschliessen.

Punktzahl von 10: Versicherung: 6,2 / Investitionen: 4,3

Zurich

Die Zurich schliesst neue Öl- und Gasfelder von der Versicherung aus. Der nächste Schritt muss der Ausschluss der nachgelagerten Bereiche Transport, Verarbeitung und Energieproduktion sein. So sollte die Zurich rasch die Versicherung neuer Flüssiggasterminals, Ölraffinerien sowie Öl- und Gas-Pipelines und Kraftwerke ausschliessen. 

Punktzahl von 10: Versicherung: 5,4 / Investitionen: 5,8

AXA

Die AXA schliesst neue Öl- und Gasfelder von der Versicherung aus. Der nächste Schritt muss der Ausschluss der nachgelagerten Bereiche Transport, Verarbeitung und Energieproduktion sein. So sollte die AXA rasch die Versicherung neuer Flüssiggasterminals, Ölraffinerien sowie Öl- und Gas-Pipelines und Kraftwerke ausschliessen.

Punktzahl von 10: Versicherung: 4,0 / Investitionen: 6,3

Helvetia

Die Helvetia schliesst Unternehmen von Investitionen aus, die ihr Öl- und Gas-Geschäft erweitern. Denselben Schritt sollte sie auch im Bereich Versicherung gehen und neue Öl- und Gasprojekte entlang der gesamten Wertschöpfungskette ausschliessen. 

Punktzahl von 10: Versicherung: 2,6 / Investitionen: 6,9

Baloise

Die Baloise hat 2022 den wichtigen Schritt gemacht, aus der Versicherung fossiler Anlagen auszusteigen. Auch ihre Investitionsrichtlinien gehen relativ weit, indem sie alle Unternehmen ausschliesst, die mehr als 30% ihres Umsatzes mit Öl und Gas machen. Das bedeutet in der Praxis einen Ausschluss der meisten Unternehmen, die in diesem Sektor tätig sind. Abzüge in der Punktzahl bekam die Baloise, weil sie nicht explizit die Unternehmen ausschliesst, die ihr Geschäft im Bereich der fossilen Brennstoffe erweitern. 

Punktzahl von 10: Investitionen: 4,7

Mobiliar

Die Mobiliar ist nicht in der Versicherung fossiler Anlagen tätig. Ihre Investitionsrichtlinien haben aber deutliche Lücken. So schliesst sie im Bereich Öl und Gas nur Unternehmen aus, die mehr als 50% ihres Umsatzes mit unkonventionellen* Produktionsformen generieren. Diese Schwelle ist deutlich zu hoch. Wichtig wäre, alle Unternehmen auszuschliessen, die ihr Geschäft im Bereich der fossilen Brennstoffe weiter ausbauen. Aufgrund der Methodik nicht berücksichtigt, aber dennoch positiv zu erwähnen sind die Emissionsreduktionsziele, die sich die Mobiliar für ihre Investitionen gesetzt hat.  

Punktzahl von 10: Investitionen: 3,9

Vaudoise

Die Vaudoise ist, sofern ihre etwas unklaren Angaben richtig interpretiert wurden, nicht in der Versicherung fossiler Anlagen tätig. Ihre Investitionsrichtlinien sind aber schwach und unpräzise. Zwar schliesst sie Investitionen in Unternehmen aus, die im Bereich Kohle und unkonventionelles* Öl und Gas aktiv sind. Sie gibt aber selbst nach Rückfragen keine Details dazu bekannt, wie sie diese Unternehmen definiert. Dies sollte die Vaudoise rasch nachholen. Zudem sollte sie auch Unternehmen ausschliessen, die ihr konventionelles Öl- und Gasgeschäft weiter ausbauen. 

Punktzahl von 10: Investitionen: 2,0

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Mit Hintergrundrecherchen, Öffentlichkeitsarbeit und direkten Gesprächen mit den Unternehmen setzen wir uns wirksam für mehr Klimaschutz durch die Schweizer Versicherungen ein. Unterstütze uns jetzt.

Anmerkungen

*Bei konventionellen Fördermethoden können die Öl- und Gasvorkommen durch eine Bohrung erreicht und relativ einfach an die Erdoberfläche befördert werden. Bei unkonventionellen Methoden dagegen ist die Förderung komplizierter und mit höheren finanziellen, energetischen & ökologischen Kosten verbunden. Zu den unkonventionellen Methoden werden beispielsweise die Förderung von arktischem Öl und Gas oder Fracking gezählt).