Die Wohnschutz-Initiative ist ein Wendepunkt
Die Abstimmung über die Wohnschutz-Initiative könnte der Wendepunkt einer langanhaltenden Wohnkrise in der Stadt Zürich werden. Das sagt Walter Angst, Co-Leiter des Mieterinnen- und Mieterverbands Zürich.
Ende 2024 wurden die bunten Sugus-Häuser im Kreis 5 auf einen Schlag stadtbekannt. Kurz vor Weihnachten erhielten die Mieterinnen und Mieter der Mehrfamilienhäuser die Kündigung. Über 100 Wohnungen sollten totalsaniert werden, um sie mutmasslich für noch mehr Geld zu vermieten.
Solche Leerkündigungen betreffen längst nicht mehr nur ältere Gebäude. Die Beispiele Küngenmatt und Brunaupark in Zürich Wiedikon zeigen: Selbst Mieterinnen und Mieter in Mehrfamilienhäusern, die erst in den 2000er-Jahren saniert wurden, sind vor unfairen Leerkündigungen nicht geschützt.
Wohnschutz-Initiative schützt vor Leerkündigungen
Selten bot eine Initiative die Chance auf eine so konkrete Verbesserung in der langanhaltenden Wohnkrise Zürichs wie die Wohnschutz-Initiative. Mit ihr wären auf einen Schlag zehntausende Zürcherinnen und Zürcher besser vor unfairen Leerkündigungen geschützt. Es wäre der sichere Wendepunkt in einer langanhaltenden Wohnungskrise.
Gerade deshalb setzt die Gegnerschaft ein rekordverdächtiges Millionenbudget gegen einen besseren Wohnschutz ein. Dazu propagiert sie einen Gegenvorschlag, den selbst Immobilienvertreter als «unter dem Niveau der Immo-Branche» bezeichnen. Oder um es in den Worten eines bürgerlichen Gemeinderats zu sagen: «Für einmal sind sich viele einig: Der Gegenvorschlag taugt nichts.»