Campax

14'550 Menschen fordern: Keine Starlink-Antennen in Leuk!

Bern, 21. Mai 2026

 

Heute haben Campax und der Verein «Schutz vor Satellitenstrahlung Region Leuk» gemeinsam 14’550 Unterschriften in Bern eingereicht, um Bundesrat Martin Pfister aufzufordern, den Bau der 40 Starlink-Antennen in Leuk zu stoppen.

 

Bisher hat der Bundesrat den Bau naiv als technischen Fortschritt betitelt (1) und die Gefahr für Datenschutz und die Souveränität der Schweiz damit völlig ignoriert. Die digitale Infrastruktur der Schweiz darf nicht zum Spielball der US-Regierung und Elon Musk werden!

 

Petition: https://act.campax.org/efforts/keine-starlink-antennen-in-leuk (deutsch und französisch)

 

Bilder der Aktion (zur freien Verfügung): https://flic.kr/s/aHBqjCUq2k

 

Hintergrund der Campax-Kampagne:

Der geplante Bau von 40 Starlink-Antennen im Wallis schafft eine gefährliche, geopolitische Abhängigkeit von einem Mann, der demokratische Grundwerte regelmässig mit Füssen tritt.

 

  • Erpressungspotenzial und Völkerrechtsbruch: Dass Starlink kein neutrales Netzwerk ist, hat die Vergangenheit gezeigt. Elon Musk nutzt seine Macht als geopolitisches Druckmittel – sei es durch die eigenmächtige Sperrung des Netzzugangs im Ukraine-Krieg (2) oder weil die USA Starlink in Verhandlungen als Hebel für Rohstoffdeals missbrauchen. (3)
  • Bedrohung der Datensouveränität: Wer die Antennen kontrolliert, kontrolliert die Datenströme. Durch das Durchwinken des Projekts nimmt der Bundesrat blindlings in Kauf, dass ausländische Akteure im Ernstfall Zugriff auf sensible Schweizer Kommunikationsdaten erhalten. (2)
  • Radikale politische Agenda: Elon Musk nutzt seine Plattformen, um rechtsextreme Inhalte (wie die AfD oder Reform UK) zu pushen, greift mit manipulativen Algorithmen in demokratische Diskurse ein und ignoriert bei seinen KI-Projekten jegliche ethischen und rechtlichen Grenzen. (4,5,6)

 

Hintergrund der Kampagne des Vereins «Schutz vor Satellitenstrahlung Region Leuk»:

Die private Firma SpaceX von Elon Musk plant ein weltumspannendes Starlink-Satellitennetzwerk und will die grösste Bodenstation in Europa mit 40 Starlink Satellitenantennen in Leuk bauen – mitten ins Siedlungsgebiet und im Naturpark Pfyn-Finges.

 

Die Antennen senden im Vergleich zu üblichen Mobilfunkbasisstationen und den alten Satellitenantennen mit erheblich mehr Leistung und in einem viel höheren Frequenzbereich (25-30 GHz, Millimeterwellen).

 

Mit vielen besorgten Menschen zusammen haben wir Ende Juni 2025 dagegen Einspruch erhoben, wegen Strahlenrisiken, gesundheitlicher Gefährdung, Gefährdung von Natur und Umwelt, ökologischer Belastung und politischer Brisanz.

 

Im November 2025 erteilte die Gemeinde Leuk die Baubewilligung und wies unsere Einsprache ab , worauf wir Beschwerde beim Walliser Staatsrat einlegten und ein Gesuch um aufschiebende Wirkung stellten. Auf beide Anträge ist bisher kein Entscheid der Walliser Regierung erfolgt.

 

Der Verein fordert:

  • Keine Starlink Satellitenantennen in Leuk
  • Unabhängige Forschung zur Strahlungsbelastung (Forschen vor Bauen)
  • Die politische Diskussion muss national geführt werden

Quellen:

  1. Stellungnahme des Bundesrats vom 19.11.25 zur Interpellation 25.4239 Clivaz, Starlink-Station in Leuk. Risiken für die Souveränität und die Sicherheit der Schweiz
  2. Foreignpolicy, 20.3.26, Starlink Has Privatized Geopolitics
  3. Reuters, 23.2.25, US could cut Ukraine’s access to Starlink internet services over minerals, say sources
  4. Gauthier, G., Hodler, R., Widmer, P. et al. The political effects of X’s feed algorithm. Nature 652, 416–423 (2026)
  5. Tagesspiegel, 28.12.24, „Klingt das nach Hitler? Ich bitte Sie!“ : Musk ruft in Springer-Zeitung zur AfD-Wahl auf – Chefredaktion rechtfertigt kontroversen Beitrag
  6. Swissinfo, 18.12.24, Elon Musk unterstützt britische Rechtspopulisten