Waffenexporte in die Türkei per sofort stoppen

«Während die Türkei das kurdische Volk in Rojava angreift, exportiert die Schweiz weiterhin Kriegsmaterial in die Türkei. Jeder exportierte Franken ist einer zu viel. Es ist dringend geboten, ein klares politisches Signal zu setzen.»

Heute Nachmittag hat Campax unter Beisein von Unterstützern eine Petition mit über 8’000 Unterschriften an SECO-Vorsteher Guy Parmelin bei der Bundeskanzlei in Bern eingereicht. Darin wird ein sofortiger Stopp der Waffenexporte in die Türkei gefordert.

Anlass für die Petition war der am 9. Oktober gestartete Einmarsch der türkischen Armee in Nordostsyrien und die anschließende Aggression gegen das kurdische Volk in der Region Rojava. Der Angriff hat bereits unzählige Tote, Verletzte – auch Zivilisten und Kinder – und über 100.000 evakuierte Menschen verursacht. ¹

«Während die Türkei das kurdische Volk in Rojava angreift, exportiert die Schweiz weiterhin Kriegsmaterial in die Türkei. Jeder exportierte Franken ist einer zu viel. Es ist dringend geboten, ein klares politisches Signal zu setzen», sagt Iared Camponovo, Campaigner bei Campax.

Innerhalb von zwei Wochen unterschrieben 8’610 Personen die Petition. Die internationale Kritik am Erdogan-Krieg wird lauter. Nachdem die Niederlande, Schweden, Norwegen, Finnland, Frankreich und Deutschland bereits die Waffenexporte in die Türkei blockiert haben, fordern wir, dass sich auch die Schweiz diesem Stopp anschliesst und, dass das SECO ein Embargo für die Ausfuhr von Waffen oder Ersatzteilen in die Türkei erklärt.

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