UBS schiebt Verantwortung von sich

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Nach der Aktion vom 3.12. vor dem UBS-Gebäude in Zürich Altstetten zeigte die Grossbank Bereitschaft, mit Campax in einen Dialog zu treten. Am Freitag, 4.12. fand schliesslich ein Gespräch zwischen der CSR-Abteilung der UBS und Campax statt.

Die UBS widersprach der Darstellung von Campax, dass die Bank eine Geschäftsbeziehung zu Hikvision habe, da sie nur über passive Produkte bei Hikvision involivert sei. Konkret seien die Hikvision-Wertpapiere Teil von Indizes, die die UBS in ihrem Portfolio führe, auf deren Zusammenstellung die Bank aber keinen Einfluss habe. Auch bei den Nominee-Shareholder-Anteilen habe die UBS keine aktive Rolle. Auf die Frage, ob sie denn sagen könnten, dass die UBS keine Geschäftsbeziehung zu Hikvision habe, meinten deren Vertreter, darauf könnten sie aufgrund des Bankgeheimnisses keine Auskunft geben.

Campax begrüsst die Dialogbereitschaft der UBS. Die Organisation hält aber an ihrer Position fest. In den genannten Indizes befinden sich verschiedenste Firmen, die aus Sicht von Umwelt und/oder Menschenrechten sehr problematisch sind. Die UBS bietet diese Indizes nicht nur an, sondern bewirbt sie aktiv. Das ist aus Sicht von Campax sehr fragwürdig. Genauso verhält es sich bei den Nominee-Shareholder-Anteilen: Diese kauft die UBS zwar im Namen ihrer Kunden, doch könnte sie dies durchaus ablehnen. Möchte sie das nicht, könnte sie zumindest im Rahmen eines Aktionärs-Dialogs bei Hikvision auf eine Änderung der Geschäftstätigkeit hinwirken. Darüber hinaus besitzt die UBS als international eine der grössten und in China sehr aktive Bank eine einflussreiche Rolle. Sie könnte diese durchaus nutzen, um Druck auf China bezüglich der Menschenrechtssituation der Uigur*innen auszuüben. Doch hat die UBS die Menschenrechtsverletzungen in Ostturkestan nie verurteilt oder sich bei Hikvision für eine verantwortliche Geschäftspraxis engagiert. Stattdessen schiebt sie die Verantwortung ab und verschliesst die Augen vor den massiven Menschenrechtsverletzungen in China.

Campax wird daher den Druck auf die UBS weiterhin aufrecht erhalten und sich für einen Abruch der Geschäftsbeziehungen zu Hikvision einsetzen. Unterstütze die Kampagne jetzt mit einer Spende!

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