UBS-GV: Stop warish fossil fuels – Go peaceful renewable energies!

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Zusammen mit dem Collective Climate Justice waren wir heute präsent vor der Generalversammlung der UBS. Mit ihren Investitionen in die russische Fossilindustrie macht sich die UBS zur Komplizin von Krieg und Klimakatastrophe. #EndFossilFinance now!

Beim dritten Anlauf klappts: Das Wurfsäckchen fliegt über die Passerelle, welche den UBS-Hauptsitz mit ihrem Konferenzgebäude verbindet. Unser Ziel ist, ein grosses Banner an der Passerelle zu befestigen. Doch bevor wir das zweite Wurfsäckchen rüberwerfen und das Banner hochziehen können, kommt die Security der UBS angestürmt. Wir reagieren schnell und stehen einfach auf die Strasse unter die Passerelle. Zwei Aktivist:innen halten das kunstvoll bemaltes Transparent mit der Aufschrift “stop (fossile) fuelling war“ in die bereitstehenden Kameras.

Unsere Message an die UBS

Anlass war die Online-Generalversammlung, die im UBS-Konferenzgebäude stattfand. Mit der Aktion haben wir auf unsere Forderungen aufmerksam gemacht: Die UBS muss sofort aus der Finanzierung von fossilen Energien auszusteigen. Öl, Gas und Kohle heizen nicht nur das Klima an, sondern finanzieren auch Kriege und Konflikte. So finanziert Russland den Ukraine-Krieg hauptsächlich durch seine Öl- und Gas-Exporte.

Grosses Engagement der UBS in der russischen Fossilindustrie

Die UBS ist – je nach anrechnugnsmethode – mit 214-381 Mio US-Dollar in Form von Anleihen und Aktien an russische Öl-, Gas- und Kohlefirmen beteiligt. Dazu hat die Bank seit 2016 Kredite und sogenannte Underwriting im Umfang von 730 Mio-Dollar für Kohle-, Öl- und Gasunternehmen aus Russland zur Verfügung gestellt. Damit gehört die UBS zu den weltweiten Top 15 unter den Geldgebern der russischen Fossilindustrie. Dies zeigen Zahlen verschiedener NGO, die unter dem Namen «The Putin100» Daten veröffentlicht haben. (1) Mit diesen fossilen Verstrickungen befeuert die UBS Putins Krieg gegen die Ukraine.
“Stattdessen muss die UBS ihr Geld in demokratische, dezentrale erneuerbare Energien investieren. Sie können soll die UBS endlich die notwendige Transition zu demokratischen, dezentralen und erneuerbaren Energien angehen, welche neben Klimaschutz auch eine Beitrag zu Frieden leisten können”, sagt Nora Scheel, Campaignerin bei Campax, in die Kameras.

Ungenügender Klimaplan der UBS

Auch der Klimaplan, welchen die UBS der Generalversammlung zur Konsultativabstimmung vorgelegt hat, ist völlig ungenügend. Der Fokus auf freiwillige Kundenberatung garantiert das Erreichen wohlklingender Ziele in keiner Art und Weise. Die Ausschlusskriterien für Neuinvestitionen in fossile Projekte sind mit zahlreichen und grossen Schlupflöchern gespickt. Das erlaubt der Bank, weiterhin neue Mittel in die Finanzierungen von Projekte fliessen zu lassen, die die fossile Energieproduktion ausbauen. Ohne eine klare Verpflichtung zum Rückzug aus fossilen Energien, ist der Klimaplan nicht mehr als eine hübsch verpackte Greenwashing-Massnahme!

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Qellen:

(1) https://putin100.org/
Mehr zu den Investitionen in fossile Energieträger durch die UBS und weitere Banken: https://www.bankingonclimatechaos.org/#score-card-panel

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8 replies added

  1. Das habt ihr wirklich super gemacht. Gerade die UBS bekleckert sich immer wieder mit zweifelhaftem Ruhm!

  2. Wolfgang Reuss April 6, 2022 Antworten

    Campax ist Klima-Aktivistin? Warum ist Campax dann gegen Russland (das normal Erdöl und -Gas fördert, im Gegensatz zu USA und Ukraine, 1) wo die USA das extrem umweltschädliche Fracking „erfanden“, und 2) ist es um Welten umweltschädlicher (und teurer), Flüssiggas aus den USA über den Atlantik zu verschiffen mit tausenden Schiffen, statt es via Pipeline aus Russland „vor die Türe“ geliefert zu bekommen? Zudem wäre es umwelt- bzw. menschenfreundlicher gewesen, zu bestimmen, dass die USA keine Atomwaffen in der Ukraine stationieren dürfen. Wozu denn auch? Russland hat ja auch keine Atomwaffen an den Grenzen der USA stationiert. So hätte man auch die jetzige Auseinandersetzung in der Ukraine verhindern können. Warum startete Campax dafür keine Initiative?

  3. Nora Scheel April 8, 2022 Antworten

    Hallo Wolfgang Reuss. Wir haben schon verschiedene Male darüber diskutiert. Wir sind für den Ausstieg aus ALLEN fossilen Energieträgern. Und: Wir können nicht alles machen, sind aber gegenüber den USA sehr kritisch und waren verschiedentlich entsprechend aktiv.

  4. Wolfgang Reuss April 8, 2022 Antworten

    Hallo Nora Scheel, ich bin faktenbasiert, betreffend Ihrer Aussage bitte ich Sie um Links bzw. Quellenangaben, inwiefern Campax gegen das Klimaverhalten und die Kriegsführungen der USA aktiv wurde. Hingegen, wo Campax gegen Russland und deren Befreundete Kampagnen lancierte, könnte ich Ihnen eine Menge auflisten.
    Ich bin für Aufklärungs-/Informationsfreiheit. Das kann Campax doch nur unterstützen, oder?

    • Nora Scheel April 14, 2022 Antworten

      Hallo Wolfgang. Wie gesagt, wir haben diese Diskussion mit dir bereits verschiedene Male geführt und ich werde sie nicht erneut führen. Wir waren immer wieder aktiv gegen problematisches Verhalten der USA. Bedenke aber auch, dass wir eine junge Organisation sind. Hätte es uns beim Irak-Krieg zB schon gegeben, hätten wir sicher auch dagegen demonstriert. Jetzt ist halt Russland der Aggressor. Wir werden uns immer gegen Krieg wehren, egal wo und von wem angezettelt.
      Wir sind uns aber die gewisse ‚Schlagseite‘ der Medien und der Öffentlichkeit zugunsten der USA bewusst und versuchen, dem entgegenzuwirken.

  5. @Wolfgang Reuss
    zu „So hätte man auch die jetzige Auseinandersetzung in der Ukraine verhindern können“.
    Nein, dieser Konflikt ist wesentlich komplexer: Die russisch-orthodoxe Kirche will wieder die kirchliche Hoheit über die Ukraine erhalten: siehe: https://de.catholicnewsagency.com/story/russisch-orthodoxe-kirche-brechen-mit-konstantinopel-3765. Die ukrainischen Behörden werfen mehreren mit Moskau verbundenen Geistlichen vor, religiösen Hass zu schüren, was sich nun bestätigt: https://www.stern.de/politik/ausland/ukraine-krieg–die-rolle-der-russisch-orthodoxen-kirche–31688954.html Russland gewährt keine Religionsfreiheit: http://www.relinfo.ch. Der Patriarch der russisch-orthodoxe Kirche befürwortet das Abschlachten als „tätige Nächstenliebe“ “ https://www.faz.net/aktuell/feuilleton/debatten/die-russisch-orthodoxe-kirche-im-ukrainekrieg-17834385.html ; …“Das heißt, wir befinden uns in einem Kampf, der nicht physisch, sondern metaphysisch ist…“: 8. Absatz: http://h-und-g.info/texte-zu-ukraine/dokument-kyril-i
    Die Ukraine will ihre Unabhängigkeit – auch vom russischen Gas. Was die Rohstoffe betrifft, so kann die Ukraine den Ausstieg aus fossiler Energie jetzt beginnen zu planen.
    Wir haben auch in der Schweiz hochproblematische Energieformen, deren Rohstoffgewinnung (Uran) an den Abbauorten die Gesundheit der Menschen nachhaltig zerstört. Dies gilt auch für die Lithium-Gewinnung in Chile.
    Die Schweiz eifert den USA nach, sowohl bei der Erweiterung der Todeszonen (in den USA hauptsächlich in den von den Diné, Hopi und Pueblo bewohnten Territorien) und macht dasselbe, einfach an anderen Orten. Der radioaktive Sand kommt ab und zu mit dem Wind über das Mittelmeer…
    Das Bestreben der Ukraine nach Freiheit und Unabhängigkeit ist berechtigt. Würde ein Nachfahre der Habsburger einen Angriffskrieg starten, geschichtlich begründend, dass das Territorium der Eidgenossenschaft den Nachfahren der Habsburger gehöre, würden sie sich der Diktatur unterwerfen?
    Wir hatten in der Schweiz seit 160 Jahren keine religiös-begründeten Schlachten mehr. Leider hat der Moskauer Patriarch das essentielle übersehen: das Recht auf Freiheit, das auch die Religionsfreiheit beinhaltet.

  6. Samuel Heller April 14, 2022 Antworten

    Hey Wolfgang, sobald die USA ihr nächstes Land überfallen haben, bekommen die ihr Fett weg. Sie werden ihre neuen Mini-Nukes irgendwann mal testen wollen.

    Gewalt ist die letzte Zuflucht des Unfähigen. Diesen Trigger hat aktuell leider grad Russland gezogen, drum werden sie aktuell angegangen. So bietet sich es an, gegen russische Rohstoffe vorzugehen, um in der Klimapolitik vorwärts zu kommen.

    Die Gleichung „kein RUS-Gas == USA-Gas“ ist so nicht gültig. Aber ja, da wir die letzten 50 Jahre die Klima-Wissenschaft ignorierten, haben wir nun einen Energiemix-Schlamassel. Den versuchen wir politisch zu nutzen. Simple Strategie.

    Vielleicht ist ja alles nur eine Verschwörung der Mungo-Bohnen-Industrie, die will, dass wir unser Gas selber furzen müssen, indem wir ihr Proudukt tonnenweise essen…
    Kleiner Scherz am Rande.

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