UBS-GV: Kein Geld für Putins Krieg

Zürich, 6. April 2022. Heute Morgen vor dem Beginn der Generalversammlung der UBS protestierten Aktivist*innen vom Collective Climate Justice und Campax mit einer gemeinsamen Aktion gegen die fossilen Finanzflüsse der Grossbank. Mit zwei grossen Transparenten zeigten sie den Zusammenhang der Finanzierung fossiler Energien mit dem Krieg in der Ukraine auf.

Kurz vor Beginn der jährlichen Generalversammlung der UBS in Zürich entrollten Aktivist*innen zwei grosse Transparente vor dem Konferenzgebäude des UBS Hauptsitzes in Zürich. Die UBS-Security verhinderte die fixierung des grossen Transparentes an der Passerelle.

«Wir protestieren hier, um aufzuzeigen, dass Gelder für fossile Energien nicht nur die Klimakatastrophe befeuern, sondern auch andere Formen der Zerstörung mitfinanzieren, wie aktuell der russische Angriffskrieg in der Ukraine zeigt» erklärt Frida Kohlmann, Mediensprecherin des Collective Climate Justice die Aktion.

Bilder der Aktion: https://flic.kr/s/aHBqjzHXCq 

Videomaterial der Aktion: vimeo.com/user/65141779/folder/9507720

Medienkontakte:

Hintergrund der Kampagne: 

UBS finanziert Krieg und Klimakatastrophe

Von den 40,057 Milliarden US-Dollar, die die Grossbank in den Jahren seit dem Pariser Klimaschutzabkommen in fossile Energien investiert hat, sind je nach Anrechnungsmethode 214-381 Mio US-Dollar in Form von Anleihen und Aktien an russische Öl-, Gas- und Kohlefirmen gegangen. Dazu hat die Bank seit 2016 Kredite und sogenannte Underwriting im Umfang von 730 Mio-Dollar für Kohle, Öl und Gasunternehmen aus Russland zur Verfügung gestellt. Damit gehört die UBS zu den weltweiten Top 15 unter den Geldgebern der russischen Fossilindustrie. Dies zeigen Zahlen verschiedener NGOs, die unter dem Namen «The Putin100» Daten veröffentlicht haben, die aufzeigen, welche Finanzinstitute wie viel Geld in die russische Fossilindustrie investiert haben. Wenn Russland sich nicht auf die Einnahmen aus fossilen Brennstoffen verlassen kann, wird es den Angriffskrieg gegen die Ukraine nicht aufrechterhalten und auch die weitere Entwicklung seiner Regierung in ein autokratisches Regime nicht weiter vorantreiben können. Die Verbindung zwischen russischer Aggression und fossilen Brennstoffen ist so eindeutig, dass zahlreiche Staaten und Institutionen inzwischen die Einfuhr von russischem Öl, Gas und Kohle verboten oder jegliche neuen Investitionen in den russischen Sektor für fossile Brennstoffe untersagt haben. Doch viele Finanzinstitute, darunter auch die UBS, verzichten auf solche Schritte und bleiben Komplize für Krieg und Klimakatastrophe. 

«Anlässlich der Generalversammlung fordern wir die UBS auf, alle russischen Verpflichtungen aufzulösen und stattdessen endlich die notwendige Transition zu demokratischen, dezentralen und erneuerbaren Energien anzugehen, statt den zerstörerischen Status quo aufrecht zu erhalten» erklärt Nora Scheel, Kampagnenleiterin bei Campax. Darüber hinaus fordern die beiden Gruppen keine neuen Mittel in die Fossile Wirtschaft zu investieren und ein Rückzug aus allen fossilen Verpflichtungen weltweit bis 2030.

UBS-Klimaplan: nicht mehr als hübsches Greenwashing

Auch wenn die UBS vor kurzem ihren Klimaplan veröffentlicht hat, so ist dieser leider als völlig ungenügend zu bewerten. Der Fokus auf freiwillige Kundenberatung garantiert das Erreichen wohlklingender Divestment-Ziele in keiner Art und Weise. Die Ausschlusskriterien für Neuinvestitionen in fossile Projekte sind mit so vielen und grossen Schlupflöchern gespickt, dass noch immer neue Mittel  in grossem Umfang in die Finanzierung von Projekten fliessen kann, welche die Förderung, Extraktion oder Verbrennung fossiler Energien zum Ziel haben. «Ohne eine klare Verpflichtung zum Divestment aus fossilen Energien und dem Ausschluss aller fossilen Projekte ist der Klimaplan nicht mehr als eine hübsch verpackte Greenwashing-Massnahme», sagt Frida Kohlmann.

Visual der Kampagne; Wegweiser mit Good Bank in eine Richtung, Bad Bank, Credit Suisse und UBS in die andere Richtung

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