Runter mit der Tamposteuer

2019 hat der mittlerweile abgetretene Neuenburger Nationalrat Jacques-André Maire eine entsprechende Motion eingereicht, begleitend dazu hat Campax mit einer Petition innert kürzester Zeit 11’300 Unterschriften gesammelt, die dem parlamentarischen Vorstoss das nötige Gewicht verlieh. Der Bundesrat hat den Räten die Motion zur Annahme empfohlen.

Am 25. Januar 2022 meldet die Kommission, dass sie bei der Einführung des reduzierten Steuersatzes von 2,5% auf Produkte der Monatshygiene der Empfehlung des Bundesrats folge.

 

Campax sieht die Steuerreduktion als einen wichtigen Schritt gegen die ungleiche Behandlung der Frauen in der Schweiz. Menstruationsprodukte sind Güter des täglichen Bedarfes von erster Priorität und lassen sich nicht mit «Luxusartikeln» wie Rasierer oder Kaviar gleichsetzen. Die Hälfte der Schweizer Bevölkerung ist darauf angewiesen und es ist nicht richtig, auf der Grundlage von biologischen Unterschieden Geld an dieser Hälfte zu verdienen. Etliche Länder haben die Mehrwertsteuer auf Tampons bereits reduziert oder ganz abgeschafft. «Bluten ist kein Luxus. Es darf nicht sein, dass menstruierende Personen aufgrund Biologie finanziell diskriminiert werden», so Angelina Dobler, Campaignerin bei Campax.