Stopp Geschäfte mit russischem Öl und Gas!

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Der Export von Öl, Gas und Kohle speist die russische Kriegskasse. Als Teil einer internationalen Allianz von 75 Organisationen fordert Campax alle Schweizer Finanzinstitute dazu auf, ihre Geschäfte mit russischen Öl-, Gas- und Kohlefirmen abzubrechen.

Als Teil einer Koalition von Nichtregierungsorganisationen fordert Campax Finanzinstitute weltweit dazu auf, alle Verbindungen zu russischen Öl-, Gas- und Kohle-Unternehmen zu kappen. Der Appell richtet sich an globale Banken, Versicherer und Vermögensverwalter, die im russischen Sektor für fossile Brennstoffe am aktivsten sind – wir nennen sie die „Putin100“. Darunter sind auch die Schweizer Banken Credit Suisse und UBS sowie die Versicherungen Swiss Re und Zurich. Wir fordern die Finanzinstitute dazu auf, keine neuen Finanzierungen, Investitionen, Versicherungen und andere Finanzdienstleistungen für die russische Kohle-, Öl- und Gasindustrie bereitzustellen. Zudem rufen wir dazu auf, sich von bestehenden Anlagen zu trennen.

Finanzierung der russischen Kriegskasse

Durch den Export von Kohle, Öl und Gas werden Putins autokratisches Regime und sein illegaler Krieg gegen die Ukraine finanziert. Die Öl- und Gasverkäufe machten im letzten Jahr 36% des russischen Haushalts aus und haben es Putin ermöglicht, 470 Milliarden Dollar an Auslandsreserven anzuhäufen. Die Finanzinstitute müssen sofort aufhören, die Produktion dieser fossilen Brennstoffe zu unterstützen. Bis jetzt schweigen sie aber oder ergreifen symbolische, unbedeutende Massnahmen.

Svitlana Krakovska, ukrainische Klimawissenschaftlerin und Mitverfasserin des IPCC-Berichts, formuliert es so: „Der vom Menschen verursachte Klimawandel und der Krieg gegen die Ukraine haben dieselben Wurzeln – fossile Brennstoffe – und unsere Abhängigkeit davon.“

Die Liste der russischen Unternehmen, die ausgeschlossen werden sollen, umfasst über 60 große Öl-, Gas- und Kohleunternehmen, die entweder ihren Hauptsitz in Russland haben oder dort tätig sind. In dem Brief werden die Finanzinstitute ausserdem aufgefordert, jegliche Unterstützung für TotalEnergies, Fortum/Uniper, Wintershall DEA und andere nicht-russische, aber in Russland tätige Unternehmen für fossile Brennstoffe auszusetzen.

Abhängigkeit von fossilen Energien stoppen

Svitlana Romanko, Klimaaktivistin aus der Ukraine, sagt: „Obwohl in der Ukraine Krieg herrscht, ein schrecklicher Krieg, finanzieren Finanzinstitute und aktiv russisches Öl, Gas und Kohle. Damit unterstützen sie die fortgesetzte Aggression und Putins Kriegsmaschine. Wir fordern die Regierungen, westlichen Unternehmen und Finanzinstitutionen auf, sich von Russland zu trennen, den Handel zu beenden und ein Embargo für alle fossilen Brennstoffe aus Russland zu verhängen. Wir rufen zu Gerechtigkeit und Frieden auf. Die Abhängigkeit der Welt von fossilen Brennstoffen führt weiterhin zu Konflikten auf der ganzen Welt. Wir rufen dazu auf, dies zu überwinden. Wir wollen keine Kriege mehr. Die weltweite Ausbreitung fossiler Brennstoffe muss sofort gestoppt werden.“

Zu den „Putin100“, an die sich der Brief richtet, gehören: AIG, Allianz, Atradius Re, AXA, Chubb, General Re, Hannover Re, Lloyd’s, Munich Re, Partner Re, SCOR, Swiss Re, Tokio Marine, Travelers, Zurich, Aviva Investors, Bank of America, BlackRock, BPCE/Natixis, Carmignac Gestion, Citi, Commerzbank, Crédit Agricole, Credit Suisse Group, DekaBank Deutsche Girozentrale, Desjardins Group, Deutsche Bank, Erste Group Bank, Fidelity International, FMR LLC, Goldman Sachs Group, Industrial and Commercial Bank of China, ING Group, Intesa Sanpaolo, Invesco Ltd, JPMorgan Chase, Legal & General Group, M&G, Mizuho, Morgan Stanley, MUFG, Pictet Funds, Prudential Financial, Raiffeisen Banking Group, Schroders, SMBC Group, Société Générale, State Street Corp, Svenska Handelsbanken AB, UBS, UniCredit, Vanguard Group.

Zur Liste der russischen Unternehmen.

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2 replies added

  1. Gabrielee März 13, 2022 Antworten

    Wir brauchen den sofortigen Stopp von Öl- und Gasimporten aus Russland in ganz Europa. Wo kann man dazu eine Petition unterschreiben?

    • Nora Scheel März 29, 2022 Antworten

      Dazu gibt es leider keine Petition. Gerne kannst du selbst eine lancieren auf act.campax.org!

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