Schweizer Firmen machen Geschäfte in Xinjiang

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Trotz Massenüberwachung, Zwangslagern und schweren Misshandlungen sind Schweizer Firmen weiter in der chinesischen Provinz aktiv.

Die Schweizer Firmen Rieter sowie Uster Technologies pflegen geschäftliche Beziehungen zu Unternehmen in Xinjiang, die von den USA mit Sanktionen belegt wurden. Das Schweizer Unternehmen Saurer betreibt in Ostturkestan gar einen eigenen Betrieb. Anfragen von SRF haben die drei Firmen entweder nicht beantwortet oder beteuert, man lehne Zwansarbeit ab und sei nicht an der lokalen Politik beteiligt.

«Auf keinen Fall sollten ausländische Firmen mit solchen Herstellern in Xinjiang zusammenarbeiten» – Johnson Yeung, Clean Clothes Campaign

James Millard, Xinjiang-Experte an der Georgetown University in Washington sagt, es sei unmöglich, in Xinjiang Geschäfte zu machen, ohne auf die eine oder andere Weise mit dem unterdrückerischen System in Kontakt zu geraten. Denn: Ohne Kontakt zu den Behörden könne in Xinjiang niemand Geschäfte tätigen. Auch Johnson Yeung von der NGO Clean Clothes Campaign betont, dass ausländische Firmen auf keinen Fall mit Herstellern in Xinjiang zusammenarbeiten sollten. Denn unabhängige Untersuchungen, ob die Firmen in das System involviert seien, seien derzeit nicht möglich. Deshalb seien die grossen Audit-Firmen auch nicht mehr in Xinjiang tätig.

Campax fordert die genannten Firmen dazu auf, die Geschäftsbeziehungen zu Xinjiang umgehend zu beenden. Wir bekräftigen auch unsere Forderung an die Schweizer Grossbank UBS, ihre Beziehungen zum Überwachungskonzern Hikvision umgehend aufzulösen.

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