„Praktisch die gesamte Modebranche ist an der uigurischen Zwangsarbeit beteiligt“

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The Guardian, 23.7.2020

Eine neue Recherche einer Koalition von 180 Menschenrechtsorganisationen zeigt, dass die globale Bekleidungsindustrie stark in das System der uigurischen Zwangsarbeit involviert ist. China ist der grösste Baumwollproduzent der Welt, wobei 84% seiner Baumwolle aus der Region Xinjiang stammen. Die in Xinjiang produzierte Baumwolle und das dort hergestellte Garn werden in anderen wichtigen Bekleidungsherstellungsländern wie Bangladesch, Kambodscha und Vietnam in grossem Umfang verwendet. Daher ist es gemäss Einschätzung der Menschenrechts-Koalition „so gut wie sicher“, dass jedes fünfte Baumwollprodukt, das weltweit verkauft wird, mit Zwangsarbeit und Menschenrechtsverletzungen in Xinjiang in Verbindung steht.

In der chinesischen Region Xinjiang werden mindestens eine Million Uigur*innen in Zwangslagern festgehalten. Es gibt Berichte von Folter, Gruppenvergewaltigungen, Zwangssterilisationen, Hunger und unhaltbaren hygienischen Zuständen. Zudem werden die Gefangenen zu Zwangsarbeit gezwungen, sowohl in den Lagern als auch in Fabriken und auf Farmen. Campax setzt sich gemeinsam mit der Gesellschaft für bedrohte Völker und dem Uigurischen Verein Schweiz gegen diese krassen Menschenrechtsverletzungen ein. In einer gemeinsamen Petition fordern wir den Bundesrat dazu auf, das Freihandelsabkommen mit China neu zu verhandeln. Dadurch soll Druck auf das chinesische Regime ausgeübt werden, die Menschenrechtsverletzungen an der ethnischen Minderheit der Uigur*innen umgehend zu beenden. 

Artikel Handelsblatt zu Zwangsarbeit in Xinjiang

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