Opfer gekündigt, Täter weiter in Chefposition: So nicht, Credit Suisse!

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Heute veröffentlichte der Tagesanzeiger einen Fall sexueller Belästigung bei der Grossbank Credit Suisse. Dem Opfer wurde gekündigt, nachdem es die Vorfälle gemeldet hat, während der Täter weiter im Chefsessel sitzt. Wir wehren uns dagegen und sagen: So nicht, Credit Suisse!

Dein Chef bietet Dir immer wieder an, Dich nach Hause zu fahren. Er deponiert Geschenke in Deinem Briefkasten. Oder lädt Dich zu sich nach Hause ein mit dem Hinweis, dass seine Frau und seine Kinder übers Wochenende weg seien. Du weisst die Annäherungsversuche freundlich, aber bestimmt zurück. Doch er lässt nicht locker.

Irgendwann ändert Dein Chef seine Haltung und schneidet Dich fortan, beruflich und privat. Du meldest die Vorfälle und eine interne Untersuchung gibt Dir in vielen Punkten Recht. Trotzdem wird Dir schliesslich gekündigt. Dein Chef hingegen behält seine Funktion.

Opfer entlassen, Täter behält seine Funktion

Genau so erging es einer Angestellten der Grossbank Credit Suisse. Ihr Fall wurde heute im Tages-Anzeiger veröffentlicht. [1]

Ein weiterer Fall also, bei dem das Opfer von sexueller Belästigung sanktioniert wird, anstatt der Täter.

Wir haben genug davon! Es kann nicht sein, dass eine Frau, die ihren Mut zusammenbringt und sich gegen sexuelle Belästigung wehrt, dafür bestraft wird, während der Täter keine sichtbaren Konsequenzen davon trägt.

Lass uns gemeinsam dagegen wehren!

Zeigen wir unsere Solidarität mit der Betroffenen! Lass uns gemeinsam die Credit Suisse dazu auffordern, die fairen Konsequenzen aus diesem Vorfall zu ziehen und den Täter umgehend zu entlassen. Schreibe der Credit Suisse jetzt eine Email oder schicke ihr eine Twitter-Nachricht!

Vielen Dank für Deine Unterstützung!

Armelle & Nora, Campaignerinnen Campax

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Quellen:
[1] Tagesanzeiger, 2.12.2021.

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