Online-Podium und Mahnwache für die Freiheit der Uigur*innen

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Die Campax-Community setzt sich mit der Kampagne «#NoComplicity» für die Freiheit der Uigur*innen in China ein. Auf verschiedenen Ebenen wirken wir darauf hin, dass die Schweiz Druck auf China ausübt, die massiven Menschenrechtsverletzungen an den Uigur*innen und weiteren ethnischen Minderheiten in der Provinz Ostturkestan (Xinjiang) zu beenden. Im Rahmen dieser Kampagne finden diese Woche zwei Veranstaltungen statt, an denen Du Deine Solidarität mit den Uigur*innen zeigen kannst.

Am Mittwoch, 9. November um 20:00 Uhr organisiert die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) ein Online-Podium mit einer ehemaligen Inhaftierten. Die Kasachin Sayragul Sauytbay war Gefangene in einem chinesischen Zwangslager in Ostturkestan. Die ehemalige Staatsbeamtin wurde Zeugin, wie unschuldige Menschen misshandelt, gefoltert und zur Zwangsarbeit gezwungen wurden. Seit ihrer Flucht erachtet sie es als ihre Aufgabe, aus ihrer Insider-Perspektive über die Zwangslager zu berichten. Am Online-Podium mit der GfbV spricht Sayragul Sauytbay über die Menschenrechtslage in Ostturkestan, die Verantwortung der Schweiz sowie über die Handlungsmöglichkeiten der internationalen Staatengemeinschaft.

Am Donnerstag, 10. Dezember organisiert Campax zusammen mit der GfbV sowie der uigurischen und tibetischen Gemeinschaft eine Mahnwache um 18:00 Uhr auf dem Bahnhofplatz in Bern. Noch vor Jahresende will der Bundesrat seine erste offizielle China-Strategie verabschieden. In China werden Menschenrechte systematisch missachtet. Nicht nur die Zwangslager in Ostturkestan, auch die Situation in Tibet ist besorgniserregend. Gemäss jüngsten Berichten werden Tibeter*innen zur Teilnahme an Arbeitsprogrammen verpflichtet und teilweise in andere Regionen deportiert.

Mit der Mahnwache fordern wir den Bundesrat dazu auf,

    • die Menschenrechte gegenüber kurzfristigen Wirtschaftsinteressen zu priorisieren. Die Schweiz muss in ihrer neuen China-Strategie den Schutz der Menschenrechte zwingend ins Zentrum stellen;
    • die Einhaltung der Menschenrechte, Arbeitsrechte und die Rechte der Minderheiten im Freihandelsabkommen mit China ausdrücklich zu bekräftigen; und
    • sich international und vor allem gegenüber China verstärkt für die sofortige Schliessung der Zwangslager und Einstellung der Zwangsarbeits-Programme in Ostturkestan und Tibet einzusetzen.

Die Situation in Ostturkestan und in Tibet ist schockierend. Jetzt ist eine starke Zivilgesellschaft gefordert. Lass uns gemeinsam dafür einstehen, dass die Schweiz Druck auf China ausübt, die Menschenrechtsverletzungen an den Uigur*innen, Tibeter*innen und weiteren ethnischen Minderheiten zu beenden!

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