Neue Studien: Credit Suisse und UBS top Finanzierer von Kohle, Öl und Gas!

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Zwei eben publizierte Studien zeigen, dass die Schweizer Banken Credit Suisse und UBS Milliarden in Kohle, Öl und Gas stecken. Sie finanzieren Unternehmen, die die fossile Energieproduktion aus- statt abbauen. Und dies trotz Netz-Zero-Versprechen!

Die Organisationen Urgewald und ShareAction haben in den vergangenen zwei Tagen neue Berichte publiziert. Gemäss ihren Recherchen finanzieren Credit Suisse und UBS trotz Net-Zero-Versprechen die fossile Industrie mit Milliarden. Sie geben Kredite an Unternehmen, die NEUE Kohle-, Öl- und Gas-Projekte planen. Dies, obwohl ein weiterer Ausbau der fossilen Energieproduktion völlig unvereinbar ist mit dem 1.5-Grad-Ziel des Pariser Klimaabkommens – im Gegenteil, um die Erderwärmung zu stoppen, muss die bestehende Produktion reduziert werden! Das ist schamloses Profitstreben auf Kosten von uns allen. Und es zeigt, dass der Schweizer Finanzplatz alles andere ist als ein Vorreiter in Sachen Nachhaltigkeit, wie das der Bundesrat gerne hätte.

Kohle

Urgewald hat untersucht, wer die Unternehmen der „Global Coal Exit List“ finanziert. Die „Global Coal Exit List“ ist eine Liste von Unternehmen, die 90% der Kohleproduktion abdecken. Sie soll der Finanzindustrie helfen, die klimaschädlichsten Unternehmen aus ihrer Geschäftstätigkeit auszuschliessen. Die neue Studie zeigt nun, welche Banken dennoch Geld in diese Unternehmen stecken. Und es ist erschreckend: Seit 2019 haben Banken 1.5 Billionen Dollar in die Kohleindustrie geleitet. Mit dabei natürlich die Schweizer Banken: Credit Suisse ist mit 13.5 Milliarden auf Platz 32, UBS mit 5.2 Milliarden auf Platz 62. Das heisst, obwohl diese Banken ein „Net-Zero-Versprechen“ abgegeben haben und Kohle durch ihre Policies ausgeschlossen ist, gehören sie zu den wichtigsten Financiers dieser klimaschädlichen Branche. Das zeigt, wie es den Banken erlaubt, durch Schlupflöcher ihre eigenen Klima-Policies zu umgehen.

Öl und Gas

Die Recherche von ShareAction untersucht, wer die grössten 50 Unternehmen finanziert, die die Öl- und Gas-Produktion ausweiten. Fazit: Europäische Banken haben diesen Klima-Killern seit 2016 über 400 Milliarden Dollar zur Verfügung gestellt. Die Credit Suisse ist mit 18 Milliarden an 8. Stelle, die UBS mit 11 Milliarden an 13. Stelle. Dies, obwohl beide Banken Teil der „Net Zero Banking Alliance“ sind – wie so viele Banken, die im Bericht erwähnt werden. Klar wird aus der Recherche auch, dass es nicht reicht, nur die Projekt-Finanzierung auszuschliessen: Denn über 90% der Finanzierung geschieht über generelle Unternehmenskredite, bei welchen die Unternehmen selbst entscheiden können, für was sie das Geld aufwenden.

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