Massenüberwachung der Uiguren: GfbV klagt gegen die UBS

Die Schweizer Grossbank UBS steht in einer Geschäftsbeziehung zum chinesischen Konzern Hikvision, dem weltweit grössten Entwickler und Hersteller von Überwachungstechnologien. Dieser nimmt bei der Massenüberwachung von Uiguren in der chinesischen Provinz Xinjiang (Ostturkestan) eine zentrale Rolle ein. Obwohl die verheerende Menschenrechtssituation der Uiguren seit Jahren bekannt ist und die Firma Hikvision seit Herbst 2019 auf einer schwarzen Liste der US-Regierung steht, hält die UBS gemäss Recherchen noch immer an ihrer Geschäftsbeziehung fest. Daher reicht die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) heute eine Beschwerde beim Schweizer Kontaktpunkt für die OECD-Leitsätze ein.

In der chinesischen Region Xinjiang werden mindestens eine Million Uigur*innen in Zwangslagern festgehalten. Es gibt Berichte von Folter, Gruppenvergewaltigungen, Zwangssterilisationen, Hunger und unhaltbaren hygienischen Zuständen. Zudem werden die Gefangenen zu Zwangsarbeit gezwungen, sowohl in den Lagern als auch in Fabriken und auf Farmen. Campax setzt sich gemeinsam mit der Gesellschaft für bedrohte Völker und dem Uigurischen Verein Schweiz gegen diese krassen Menschenrechtsverletzungen ein. In einer gemeinsamen Petition fordern wir den Bundesrat dazu auf, das Freihandelsabkommen mit China neu zu verhandeln. Dadurch soll Druck auf das chinesische Regime ausgeübt werden, die Menschenrechtsverletzungen an der ethnischen Minderheit der Uigur*innen umgehend zu beenden.

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