Mahnwache für die Menschenrechte in China

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Am vergangenen Donnerstag, dem Tag der internationalen Menschenrechte, organisierten die Organisationen Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV), Uigurischer Verein Schweiz, Tibetische Organisationen sowie Campax gemeinsam eine Mahnwache in Bern. Ziel war es, an die verheerende Menschenrechtslage ethnischer Minderheiten wie der Uigur*innen und Tibeter*innen in China zu erinnern und die Politik zum Handeln aufzufordern.

Der Co-Geschäftsführer der GfbV, Christoph Wiedmer, leitete durch den Abend. Den Auftakt bei den Ansprachen machte GfbV-Präsidentin und Ständerätin Lisa Mazzone. Sie sprach über die Internierung von über einer Million Uigur*innen in chinesischen Zwangslagern und forderte den Bundesrat zum Handeln auf. Es folgte eine Rede von Sayragul Sauytbay, einer ehemaligen Inhaftierten eines chinesischen Zwangslagers. Sie verurteilte das Vorgehen Chinas und bezeichnete es als Genozid. Die internationale Gemeinschaft forderte sie dazu auf, nicht länger zuzuschauen und entschlossen zu handeln. Zwei Vertreterinnen der Tibetischen Gemeinschaft, Tashi Shitsetsang (Präsidentin VTJE) und Bettina Eckert (Leiterin GSTF Geschäftsstelle), machten schliesslich in Ansprachen auf die Situation von Tibeter*innen aufmerksam. Auch in Tibet wird gemäss jüngsten Berichten die Bevölkerung systematisch zur Teilnahme an Arbeitsprogrammen verpflichtet und teilweise in andere Regionen Chinas deportiert.

Trotz Kälte und Corona nahmen rund 50 Personen an der Mahnwache teil, darunter rund ein Dutzend Mitglieder der Campax-Community. Dieses Engagement macht Mut, uns weiter für die Freiheit der ethnischen Minderheiten in China einzusetzen.

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Fotos und Video: Gesellschaft für bedrohte Völker

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