Dino statt TCS!

Stickers für einen Kindsgibändel ohne Werbung

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Worum geht es?

Seit Jahrzehnten bewerben unsere Kinder ungefragt den TCS, indem sie dessen Logo auf dem Kindsgibändel durch die Strassen tragen. Wir möchten auf dem Kindsgibändel unserer Kinder keine Werbung von Organisationen, die sowohl in Bern als auch regional permanent gegen unsere Interessen lobbyieren – und die den Bändel nicht einmal finanzieren.

Uneinsichtig stellen sich die regionalen TCS-Sektionen nämlich zuverlässig quer, wenn es darum geht, mit Tempo 30 für mehr Verkehrssicherheit und Lärmschutz zu sorgen. Wir finden es eigenartig, dass ausgerechnet der Club, der sich am stärksten gegen Tempo 30 wehrt, derart prominent auf dem Kindsgibändel vertreten ist – den er übrigens nicht einmal mitfinanziert.

Uneinig sind wir zudem mit der Verkehrspolitik, die der TCS Schweiz im Berner Parlament und den Kommissionen vertritt. Sie basiert darauf, dass die Mobilität grundsätzlich nicht reduziert werden darf, jegliche Massnahmen zur Emissionsreduktion freiwillig (statt gesetzlich) und mit technischen Lösungen (statt politischen Lösungen) erfolgen sollen (z.B positioniert er sich gegen die Gletscherinitiative, hat für die Abschwächung des CO2-Gesetzes lobbyiert, wehrt sich gegen jegliche Lenkungsabgaben). Der TCS setzt sich öffentlich für die Interessen der Velofahrer:innen ein, fordert aber vom Gesetzgeber, dass sie ihre Velowege selber bezahlen. Verkehrspolitik ist auch Klimapolitik – eine Richtung die wir so nicht mittragen.

Man könnte nun sagen, einem geschenkten Gaul sieht man nicht ins Maul. Nur stammt das Geschenk in diesem Falle nicht vom TCS sondern vom Fonds für Verkehrssicherheit (FVS). Der Fonds deckt die Kosten für die Triki-Produktion.

Deshalb möchten wir den Bändel lieber so gestalten, wie es uns gefällt. Du auch? Dann bestell unsere Postkarte mit den Stickers, lass dein Kindsgi-Kind die Lieblings-Sujets auswählen, überkleb unliebsame Logos und verteil die restlichen Stickers und Karten an Freundinnen, Enkel, Nichten und andere Eltern.

Kindergarten-Bändel ohne unpassende TCS-Verbandswerbung!

Hintergrund

Hast du als Kind auf dem Weg zum Kindergarten auch einen Leuchtgurt oder Kindsgibändel getragen? Bei uns war das Standard. Und schon damals prangte darauf das TCS-Logo. Das ist schon noch verrückt, haben wir uns gesagt, als wir vor den Sommerferien den nigelnagelneuen Kindsgibändel unserer Kindergartenkinder in den Händen hielten: Seit über vierzig Jahren tragen die Kinder einen aus unserer Sicht verkehrspolitischen Widerspruch durch die Strassen: Der Kindsgibändel – oder Leuchtgurt, wie er offiziell heisst – soll die Sicherheit im Verkehr durch die Sichtbarmachung der Kindergärteler:innen erhöhen; der TCS wiederum stellt die Interessen der Automobilist:innen vor jene der Kinder, wenn er vehement und radikal gegen die Bestrebungen der Tempo 30 oder Tempo 20 Zonen vorgeht, die ja genau für mehr Verkehrssicherheit und den Lärmschutz sorgen sollen und den Kleinen zu Gute kämen. Nach diesen Erkenntnissen und ein paar Recherchen haben wir gemeinsam diese Idee der Stickers entwickelt. Die Stickers passen genau auf die Logos, die auf dem Leuchtgurt vertreten sind. Die Sujets auf den Stickers sollen den Kindern gefallen, der Familie die Freiheit geben, selber zu entscheiden, ob sie Werbung für den TCS unterstützen wollen und zur Bewusstmachung beitragen, dass die Strassen nicht alleine den Autos gehören. Uns sind Klimaschutz, die erhöhte Verkehrssicherheit, der bessere Lärmschutz, sinkende Umweltbelastungen und neue Möglichkeiten der Strassenraumgestaltung, die attraktivere Strassenräume und Plätze ermöglichen zudem viel wichtiger als die Übertragung der Botschaft des TCS.

Geschichten, Fakten und Inkohärenzen, die uns in unserer Aktion weiter bestärken:

Kindsgi-Bändel ohne TCS-Werbung.

Tempo 30

Tempo 30 ist ein internationaler Trend. Spanien (landesweit Tempo 30 innerorts), Lille, Grenoble, Brüssel, Helsinki und bald auch Lausanne und Winterthur kennen dieses flächendeckende Prinzip. Doch in Zürich, Zug, Bern, Basel und weiteren Städten bekämpfen die TCS-Sektionen die Tempo 30 Zonen seit Jahren, rufen die Bürgerinnen und Bürger zu Einsprachen auf und rekurrieren dagegen. In Zürich war es ein jahrelanger zermürbender Kampf, bis das Bundesgericht der Stadt Zürich 2018 Recht gab. Und bereits jetzt sitzt der TCS wieder in den Startlöchern, um den neuen kommunalen Verkehrsrichtplan zu bekämpfen. Der TCS zweifelt die Wirkung von Temporeduktionen regelmässig an. Die Wirkungsanalyse Tempo 30 in der Stadt Zürich von 2019 zeigt jedoch klar,, dass die Temporeduktion tatsächlich auch eine wahrnehmbare Lärmreduktion mit sich bringt.

Finanzierung und Good Governance 

Die Leuchtgürtel werden vom Fonds für Verkehrssicherheit (FVS) finanziert – nicht vom TCS, wie die Vermutung vielleicht nahelegen würde. Als öffentlich-rechtliche Anstalt mit gesetzlichem Auftrag des Bundesrats generiert der FVS seine finanziellen Ressourcen aus Beiträgen der Motorhaftpflichtversicherungen. Von diesen Geldern wiederum finanziert der Fonds jedoch öffentliche Kampagnen des TCS und anderen Organisationen. Neun Millionen Franken hat der Fonds dem TCS gesprochen für die «made visible»-Kampagne. Aufgefallen ist uns dabei nicht nur das hohe Budget im Vergleich zu den Kampagnen anderer Projektnehmenden, sondern auch die Mitgliedschaft des TCS in der Verwaltungskommission des Fonds für Verkehrssicherheit. Bei diesen Beträgen ist an dieser Stelle eine Frage nach der Einhaltung von Good-Governance-Prinzipien wohl nicht unangebracht.

Kinder als Zielscheiben für Werbung

Wir stellen es vehement in Frage, die Kinder als wandelnde Werbesäulen zu benutzen. 2016 hat der Dachverband Lehrerinnen und Lehrer Schweiz eine Charta veröffentlicht zum Thema «Sponsoring, Förderung und Finanzierung von öffentlicher Bildung durch private Anbieter». Im Fokus stehen kostenlose, stark vergünstigte oder über Fremdwerbung finanzierte Leistungen, die private Anbieterinnen und Anbieter für öffentliche Bildungseinrichtungen erbringen. Das trifft unseres Erachtens auf den TCS zu. Ob der TCS die Charta kennt? Auf der Liste der Organisationen und Firmen, welche die Charta mitunterzeichnet haben, steht der Club jedenfalls nicht. 

Die anderen drei Logos auf dem Kindsgibändel – BFU, FVS, Polizei

Der als Verein konstituierte Touring Club hat keinen Gesetzesauftrag zu erfüllen. Dies im Gegensatz zur Beratungsstelle für Unfallverhütung (BFU) oder zum Fonds für Verkehrssicherheit (FVS): Die Logos beider Organisationen befinden sich ebenfalls auf dem Kindsgibändel. Die Beratungsstelle für Unfallverhütung setzt sich zudem dezidiert für mehr Tempo 30 ein. Sie forscht als Kompetenzzentrum, damit in der Schweiz weniger folgenschwere Unfälle passieren. Finanziert ist sie über einen Zuschlag auf der Prämie der Nichtberufsunfallversicherung, bekommt aber auch Gelder vom Fonds für Verkehrssicherheit (FVS).  Der Fonds für Verkehrssicherheit (FVS) unterstützt edukative Massnahmen zur Förderung eines sicherheitsbewussten Verhaltens aller am Strassenverkehr teilnehmenden Personen mit dem Ziel, die Anzahl der schweren Verkehrsunfälle zu senken. Und die Polizei macht ihre Arbeit. 

Politische Ausrichtung des TCS

Wir finden, dass ein Auto-Club, der «in allen Mobilitätsfragen unvoreingenommen für die Rahmenbedingungen eintritt, die mit den Interessen der Mehrheit ihrer Mitglieder im Einklang stehen», nichts auf dem Kindsgibändel verloren hat.

Gründungszweck des TCS

Der Club wurde 1896 in Genf von 205 passionierten Velofahrern gegründet, um den Radtourismus zu fördern und Fahrradfahren sicherer zu machen. Aus dem ursprünglichen Veloradlogo wurde bald ein Steuerradlogo. Es wäre schön, wenn sich der Club wieder auf seinen Gründungszweck besinnen würde.

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Über uns & Kontakt

Über uns

Wir sind drei verschiedene Elternteile mit Kindern, die soeben in den Kindergarten gekommen sind. Etwas stinkig über den Widerspruch, den wir mit dem TCS-Logo auf dem Kindsgibändel verbinden, haben wir gemeinsam die Aktion entwickelt. Migi hat dabei Idee und Hintergrund ins Spiel gebracht, Matthias die Figuren entworfen und die Gestaltung  übernommen und Andrea hat die Texte geliefert und die Kampagnen-Fäden miteinander verbunden. Für die logistische Unterstützung haben wir uns an Campax gewandt. Merci allen an dieser Stelle.

Kontakt

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