Rassismus – und was Du tun kannst

Diese Seite bietet dir allgemeine Informationen zu Rassismus und Links zu Anlaufstellen, an die Du Dich jederzeit wenden kannst. Sie richtet sich an Betroffene von Rassismus und rassistischer Diskriminierung, aber auch an Zeugen*innen und Angehörige von Betroffenen. 

Als rassistische Diskriminierung bezeichnet die Fachstelle für Rassimusbekämpfung des Eidgenössischen Departements des Innern:

 “Jede Handlung oder Praxis, die Menschen aufgrund physiognomischer Merkmale, ethnischer Herkunft, kultureller Merkmale und/oder religiöser Zugehörigkeit ungerechtfertigt benachteiligt, demütigt, bedroht oder an Leib und Leben gefährdet. Im Unterschied zum Rassismus ist rassistische Diskriminierung nicht zwingend ideologisch begründet. Sie kann absichtlich, oft jedoch auch unabsichtlich erfolgen (z. B. indirekte oder strukturelle Diskriminierung).”

Rassismus und rassistische Diskriminierung ist eine Realität, und zwar auf struktureller, institutioneller als auch auf individueller Ebene. Rassismus kann in jeder Lebensphase und überall auftreten.

Du wurdest Opfer eines rassistischen Vorfalls? Melde ihn auf stop-racism.ch

Du wurdest Opfer eines rassistischen Vorfalls oder hast einen solchen beobachtet? Melde Deinen Fall jetzt auf www.stop-racism.ch. Auf unserer Onlinemeldestelle kannst Du einfach, rasch und anonym deinen Vorfall melden.

Wir veröffentlichen periodisch eine Übersicht über alle gemeldeten Fälle und machen dadurch den Rassismus in der Schweiz sichtbar.

Du bleibst vollständig anonym und Deine Daten werden nicht an Dritte weitergegeben. Wenn Du den Vorfall juristisch verfolgen möchtest oder eine professionelle Beratung brauchst, vermitteln wir Dich gerne an das Beratungsnetz für Rassismusopfer weiter.

Beratungs- und Anlaufstellen

Wichtige Telefonnummern (gratis, 24h erreichbar):

  • Dargebotene Hand 143
  • Telefonhilfe für Kinder und Jugendliche 147

Beratungsnetz für Rassismusopfer

Das Beratungsnetz für Rassismusopfer fasst 22 Fachstellen aus der ganzen Schweiz zusammen, die bei rassistischer Diskriminierung Beratung anbieten. Sie bietet auch eine Weiterbildungsplattform für Interessierte. 

Über diesen Link findest Du Deine kantonale Anlaufstelle gegen Rassismus und Diskriminierung:

Rassismus Opferhilfe Beratungsstellen und Weiterbildungsangebote finden

Kantonale Integrationsdelegierte können Beratungsmöglichkeiten aufbauen:

Weiterführende Adressen 

Rassismus im Umfeld von Schweizer Sportanlässen melden

Das FARE Netzwerk der Schweiz wurde 2009 gegründet. Das Team bietet bei Bedarf Beratung und Unterstützung an, um gegen rassistische oder diskriminierende Vorfälle in Schweizer Stadien vorzugehen. Hier bekommst Du Unterstützung auf Deutsch, Französisch und Italienisch. 

Telefonnummer 0800 48 0800

E-Mail[email protected]

Beratungsstellen Diskriminierung

Suchst Du Informationen und Unterstützung in diskriminierenden Situationen? Im elektronischen Adressbuch der eidgenössischen Fachstelle für Rassismusbekämpfung findest Du die Adressen von zuständigen Beratungsstellen und Ämter, nach Kantonen und Aktivitäten geordnet. Link:

Elektronisches Adressbuch

Meldestellen Rassismus im Netz

Direkte Meldestellen von Social Media-Seiten findest Du hier:

Allgemeine Informationen

Beim Wohnen

Immer wieder kommt es vor, dass Menschen bei der Wohnungssuche aufgrund ihrer Hautfarbe, Herkunft oder Nationalität ausgeschlossen und diskriminiert werden. Dies hat nicht nur für die Betroffenen folgen, sondern beeinflusst auch das Wohnumfeld und die Quartierentwicklung.

Hassrede im Internet

Rassismus ist auch immer wieder im Netz anzutreffen und darf nicht einfach hingenommen werden. Es ist aber nicht immer einfach, darauf zu reagieren, da Gruppierungen, die Hassreden verbreiten, teils sehr gut organisiert sind. Oben auf dieser Seite unter „Beratungs- und Anlaufstellen“ findest Du direkte Meldestellen von unterschiedlichen Social Media-Seiten.

Bei der Polizei 

Racial Profiling bezeichnet alle Formen polizeilicher Handlungen, die bestimmte Personengruppen aufgrund ihrer äusseren Erscheinung als “Fremde” oder Zugehörige einer bestimmten Religion einordnen. Diese polizeiliche Kontroll- und Anhaltepraxis muss regelmässig überprüft werden. Die Allianz gegen Racial Profiling setzt sich kritisch mit polizeilichen Praktiken und Rassismus auseinander und fordert effektive Beschwerdemechanismen gegen polizeiliche Übergriffe. 

In der Schule und Sport 

Im Vergleich zur EU tut sich die Schweiz schwer damit, eine nachhaltige antirassistische Erziehung offiziell in den Lehrplan der obligatorischen Schule zu verankern [1]. Tatsache ist aber, dass Kantone und Gemeinden eine steigende Zahl von Kindern mit Migrationshintergrund an ihren Schulen unterrichten. Es ist deshalb nötiger denn je, dass Rassismusbekämpfung sowie die Beteiligung der Schweiz am Kolonialismus in Schulen thematisiert wird. Möchtest Du mehr über Rassismus an Schulen erfahren? Hier gehts zum Bericht der eidgenössischen Kommission gegen Rassismus.

Jugendliche & Rassismus 

Jugendliche können Rassismus als Täter, Opfer oder auch als Zuschauer erleben. Sie benötigen altersgerechte Unterstützung, um zu lernen, wie sie gut mit solchen Konfliktsituationen umgehen können. Der Fokus liegt hier beim Erkennen und Hinterfragen eigener Vorurteile und diskriminierender gesellschaftlicher Strukturen. Insbesondere im Internet ist die Diskriminierung und Hass unter Jugendlichen gestiegen. Mehr Informationen zum Thema Jugend und Diskriminierung im Netz findest du hier.

In öffentlichen Institutionen 

Die unterschiedlichen öffentlichen Verwaltungsinstitutionen (Schule, Spital, Einbürgerungsbehörde, etc.) stehen in der Pflicht, allen den Zugang zu ihren Dienstleistungen offen zu halten. Dafür bestehen kantonale Integrationsprogramme, welche seit 2014 Massnahmen im Bereich des Diskriminierungsschutzes umsetzen. Mehr Informationen dazu findest Du hier