Ja zur Primateninitiative im Kanton Basel-Stadt

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Ja zur Primateninitiative im Kanton Basel-Stadt
Am 13. Februar darf der Kanton Basel-Stadt über Grundrechte für nicht-menschliche Primaten abstimmen (“nicht-menschlich” weil wir Menschen ja eigentlich auch Primaten sind).
Sollen jetzt Affen abstimmen gehen können? Nein. 
Mit Grundrechten sind einzig die Rechte auf Leben sowie körperliche und geistige Unversehrtheit gemeint.
Genau wie wir Menschen sind Primaten höchst empfindungsfähige Lebewesen. Sie sind uns genetisch sehr nahe und verfügen wie wir über ein hochentwickeltes zentrales Nervensystem. Auch sie haben Familienleben, kulturelle Regeln, gesellschaftliche Rituale, Freundschaften, eine starke kommunikative Verständigung und komplexe Lernprozesse. Auf das Unwohlsein anderer reagieren sie mit Empathie. Einige Primaten besitzen nachweislich ein autobiographisches Selbst, das es ihnen ermöglicht, sowohl in die Vergangenheit zurückzublicken als auch in die Zukunft zu planen.
Bild von Anne Berry
Trotz ihrer komplexen Wesen, die wir dank der Ähnlichkeit zu uns Menschen gut verstehen können, werden ihre Wünsche und ihr Eigenwert missachtet und unseren Interessen
untergeordnet.

​​So wurden in den letzten 10 Jahren in Basel rund 929 belastende Forschungsprojekte an Primaten durchgeführt – über 100 davon hatten den höchsten oder zweithöchsten Schweregrad*.

Aber Achtung: Die Initiative versucht NICHT die Forschung an Primaten zu verunmöglichen. Im Gegenteil: Versuche zum Beispiel im Rahmen einer Verhaltensstudien sind auch nach der Annahme der Initiative möglich.

Es soll auch nicht der Zoo oder die Tierhaltung abgeschafft werden. Die Tiere könnten auch weiterhin eingeschläfert werden, wenn nötig. Dass im Basler Zoo den Primaten ein Recht auf Leben gewährt wird und ein Recht darauf, nicht Schmerzen zugeführt zu bekommen, sollte doch im Interessen des Zollis sein, oder?

Primaten in Basel leben in einem von uns Menschen geschaffenen Rechtssystem. Sie können hier ihren Interessen nicht selbst Rechnung tragen. Nur wir Menschen haben die Möglichkeit und den Freiraum, unseren nicht-menschlichen Artgenossen grundlegende Rechte zu verschaffen.
Wie die Geschichte gezeigt hat, entwickelt sich unser Rechtssystem stets weiter – geprägt durch Gerechtigkeitsgedanken und Verantwortungsbewusstsein der Leute, die sich trauen, den Status Quo zu hinterfragen. Nun liegt es an uns, unsere Verantwortung wahrzunehmen und unseren nicht-menschlichen Artgenossen zu Rechten zu verhelfen.

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