“Ihre Freiheit ist unsere Freiheit”

28. September 2022, Bern – Campax protestierte heute mit einer Gruppe Iranerinnen mit Schildern vor der iranischen Botschaft in Bern. Seit dem Mord an Mahsa Amini demonstrieren tausende von Menschen täglich im Iran.[1] Wir wollten mit der Aktion unsere Solidarität mit dem Freiheitskampf der iranischen Frauen zum Ausdruck bringen.

Die angespannte Lage im Iran und die Gewalt, die die Demonstrant*innen durch das Mullah-Regime erfahren, ist gross.[2] Die Repression der Regierung nimmt zu und immer mehr Menschen sterben im Protest für ein besseres Leben. Campax Campaignerin Virginia, hat Middle Eastern Studies belegt und einen Sprachaufenthalt in Teheran gemacht. Sie erreichen täglich Nachrichten von Freund*innen aus dem Iran, welche protestieren und dabei ihr Leben jeden Tag aufs Neue riskieren. Dies hat Campax dazu bewogen, ein Zeichen der Solidarität mit dem Freiheitskampf der Iranerinnen zu setzen.

Ein symbolischer Protest

Virginia meint dazu: «Unser Protest hier ist rein symbolisch, aber ich weiss von meinen Freund*innen im Iran, dass solche Dinge ihnen Mut machen, trotz der starken Repression weiter für mehr Freiheit zu kämpfen.» Die Hijab-Tragepflicht gilt seit der iranischen Revolution 1979. Seit Jahren protestieren die Frauen für mehr Freiheit.[3] Mit dem Regierungswechsel an Raisi wurden die Kontrollen und Repressionen nun verschärft.

 

Die Hijab-Tragepflicht tangiert das Leben von iranischen Frauen schon seit Jahrzehnten. Einer guten Freundin von Virginia wurde die Ausbildung untersagt, einfach weil sie ihren Hijab lockerer trug. «Ihre Freiheit ist meine Freiheit! Oder wie die amerikanische Feministin Audre Lorde schon sagte: ‹Ich bin nicht frei bis alle Frauen frei sind, auch wenn ihre Fesseln sich von meinen unterscheiden›.[4] Die feministische Bewegung definiert sich genau über diese internationale und intersektionale Solidarität.»

Bundesrat muss Menschenrechtsverletzungen verurteilen!

Campax fordert ausserdem eine Stellungnahme der Schweiz zum Befreiungskampf der Iranerinnen, die diesen Namen auch verdient hat. «Ich habe meine Bedenken bezüglich Mahsa Amini geäussert.» reicht als Stellungnahme nicht aus. Herr Cassis muss die Menschenrechtsverletzungen im Iran verurteilen.

Protestaktion iranische Botschaft

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