Gewonnen! Zurich steigt aus!

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Wir haben gewonnen!

Zurich wird die Trans Mountain Pipeline nicht weiter versichern. Eine entsprechende Meldung erschien gestern bei der Agentur Reuters.[1] Darin bestätigt eine Sprecherin von Trans Mountain, dass Zurich den Vertrag nicht erneuern werden.

Im Juni 2019 verpflichtete sich Zurich, nicht weiter Unternehmen zu versichern, die 30% oder mehr ihrer Einkünfte durch die Gewinnung von Öl- oder Ölsand erwirtschaften. Dies setzt sie mit der Entscheidung Trans Mountain fallen zu lassen nun endlich um.

Dieser Erfolg wäre ohne den Druck der globalen Koalition von First Nations, Klimaorganisationen und Grassroots-Aktivist*innen nicht möglich gewesen. Sie arbeiten seit Jahren unermüdlich darauf hin, dass Versicherer wie Zurich die Verbindung zur bestehenden Pipeline und deren Ausbau abbrechen.

Wir sind hoffnungsvoll, dass der bedeutungsvolle Schritt der Zurich Versicherung ein wichtiges Zeichen in die Geschäftswelt sendet. Denn “jedes Unternehmen, das die Trans Mountain-Pipeline versichert, macht sich mitschuldig an der Verletzung der Rechte der indigenen Völker, da die geplante Erweiterung der Pipeline nicht die Zustimmung aller betroffenen Ureinwohner entlang der Route hat,” sagt Grand Chief Stewart Phillip, Präsident der Union der indigenen Häuptlinge von British Columbia.

Lass uns Zurich gratulieren, dass sie sich entschieden haben, den Worten Taten folgen zu lassen. Wir haben zwar die Bestätigung von Trans Mountain, dass Zurich aussteigt, doch Zurich hüllt sich weiterhin in Schweigen. Deshalb habe ich folgende Bitte: Ruf bei einer Zurich Filiale in Deiner Nähe an, äussere Deine Freude über den von Trans Mountain verkündeten Entscheid und frag nach, ob die Nachricht wirklich stimmt. Eine Liste der Filialen mit den Telefonnummern findest Du hier. Schreibe uns eine E-Mail auf [email protected] um von deinem Telefonat zu berichten. Wenn sich die Zurich Versicherung rasch auch offiziell zur Angelegenheit äussert, erhöht das den Druck auf weitere Versicherer zusätzlich. Und auch den Filialleiter*innen wird klar, dass viele (potentielle) Kund*innen nicht wollen, dass die Zurich Versicherung bei so skandalösen Geschäften involviert ist.

Zurich steigt aus, doch noch ist der Kampf um die Pipeline nicht vorbei. Zurich ist derzeit der primäre Haftpflichtversicherer von Trans Mountain. Sie sind nun gezwungen, sich nach einem neuen Versicherer umzusehen. Campax konzentriert sich deshalb auf die verbleibenden Versicherer der Pipeline, und versucht einen Dialog über die Risiken der Pipeline zu führen.

Je mehr Versicherer abspringen, desto besser. Denn ohne Versicherung darf auch keine Pipeline gebaut werden. 

[1] 23.7.20. Finnews: Zurich zieht sich von Ölsand-Pipeline zurück

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