Friedensdemo setzt ein starkes Zeichen

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Berner Friedensdemo Ukraine

Die grösste Friedenskundgebung seit 2003 setzte gegen 20’000 Menschen in Bewegung. Der Demonstrationszug für Solidarität mit den Menschen in der Ukraine erstreckte sich kilometerlang durch die Berner Altstadt.

Bern, 26.02.2022  Zur Kundgebung aufgerufen haben die Jungen Grünen und Campax und Tausende sind dem Ruf gefolgt. Die Schützenmatte, unweit des Bahnhofs Bern, füllte sich schnell. Der Verkehr in der Umgebung kam zeitweise zum Erliegen.

Vor dem Abmarsch lauschte die Menschenmenge der emotionalen Rede von WOZ-Journalistin Anna Jikhareva. Sie rückte den Fokus von trockenen News-Meldungen hin zu menschlichen Schicksalen: «Wir müssen ihre Perspektive ins Zentrum rücken und unser Möglichstes tun, um ihnen zu helfen. Dass wir hier so zahlreich stehen, ist ein Anfang.»

Der ukrainisch-schweizerische Doppelbürger Sasha Volkov stellte in einer flammenden Rede eine klare Forderung: «Den Worten müssen konkrete Taten folgen: jegliche Handelsbeziehungen mit Putins Russland müssen sofort unterbrochen werden! Keinen Franken dem Aggressor!»

Sekundiert wird Volkov von Julia Küng, der Co-Präsidentin der Jungen Grünen: «Die Schweiz darf nicht länger tatenlos zuschauen. Die reichen und mächtigen Kriegstreiber haben Gelder und Konzerne in der Schweiz. Stoppen wir sie!»

Die Forderung nach wirtschaftlichen Sanktionen ist eine der beiden zentralen Forderungen. Die andere besteht darin, dass der Bundesrat jetzt die nötigen Vorkehrungen trifft, damit so rasch als möglich mindestens 10’000 Schutzsuchende aus der ukrainischen Krisenregion in der Schweiz aufgenommen werden können.

Anja Gada von der GSoA, Grünen-Präsident Balthasar Glättli, sein SP-Amtskollege Cédric Wermuth, die internationale Sekretärin der JUSO Schweiz, Mia Jenni und Lars Bünger, Präsident von Libereco, riefen nach weltweiter Abrüstung, Importstopp für russisches Gas, Ausschluss Russlands vom internationalen Zahlungssystem SWIFT und vor allem, dass sich die Schweizer Regierung ihrer Verantwortung bewusst wird und die internationalen Sanktionen mitträgt, sowie humanitäre Hilfe leistet.

Die Demonstration setzte sich kurz vor 13 Uhr in Bewegung. Peace- und Ukraine-Fahnen prägten das Bild. Unter den Demonstrierenden sind auch viele Familien und ältere Menschen. Vom Bollwerk über die Speichergasse marschierten die Teilnehmenden über den Kornhausplatz und Waisenhausplatz via Aarbergergasse wieder zurück zur Schützenmatte.

Zur Freude der Menschen setzte die Stadt Bern ein Zeichen der Solidarität indem sie die ukrainische Flagge auf dem Dach des Erlacherhofs hisste. Lokführende von vorbeifahrenden Eisenbahnzügen liessen das Signalhorn erschallen und winkten aus dem Führerstand, was von der Menge mit Applaus und Johlen quittiert wurde.

Die 20’000 Menschen, welche sich heute in Bern eingefunden haben, zeigten auf, wie gross die Solidarität mit der Bevölkerung in der Ukraine ist. Nun liegt  es am Bundesrat, zu zeigen, dass auch für ihn Menschen wichtiger sind, als Profite.

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