Ex Pelz-CEO ruft nach Pelz-Verbot

„Pelz ist keine Notwendigkeit. Es ist für die Eitelkeit. Im Jahr 2020 gibt es keine Rechtfertigung für Pelz – Punkt. Dass ein Tier sein ganzes Leben lang eingesperrt ist, ist falsch.“

Wenn es um Pelz geht haben die Schweiz und Grossbritannien einiges gemeinsam. In beiden Ländern gibt es keine Pelzfarmen, doch in beiden wird Pelz verkauft. Und in beiden Ländern gibt es eine Kampagne und politische Vorstösse für ein Verbot von Pelz.

Nun erhält die Kampagne in Grossbritannien unerwartete Unterstützung. Der frühere CEO der britischen Pelzhandelsgesellschaft (BFTA) Mike Moser hat unerwartet seinen Job gekündigt und unterstützt nun die Kampagne “Fur Free Britain”. 

Der Sinneswandel von Moser geschah, nachdem er mit Bildern vom Umgang mit den Tieren auf Pelzfarmen konfrontiert wurde. Er soll dabei in Tränen ausgebrochen sein.

„Ich kam jeweils nach Hause zu Barney, meinem Labrador, den ich sehr liebe, und erkannte, dass er sich in seiner Größe nicht so sehr von einigen der Tiere unterscheidet, die ich auf Pelzfarmen schmachten sah, und der Gedanke, dass er so behandelt wurde, war einfach unvorstellbar. Ich fühlte mich als völliger Heuchler. Der Pelzhandel ist anachronistisch. Er verkennt immer noch, dass sich die gesellschaftliche Einstellung gegenüber Tieren dramatisch verändert hat, dass wir viel klarer verstehen, was Bewusstsein ist und was gutes Wohlergehen ausmacht“, sagte Moser. 

 

„Der heutige Zeitgeist ist, dass das Einsperren und Töten von Tieren für ein unnötiges Modeprodukt, das nur Eitelkeitswert hat, inakzeptabel ist. Das Vereinigte Königreich hat die Pelztierzucht vor zwei Jahrzehnten verboten, aber solange wir Pelze aus Übersee importieren und verkaufen, unterstützt das Vereinigte Königreich immer noch Pelztierzucht und Pelztierfang in Stellvertretung. Das ist moralisch und politisch zweideutig, und deshalb unterstütze ich ein britisches Verkaufsverbot für Pelze“.

 

Auch die Schweiz macht sich mit dem Verkauf von Pelzen aus tierquälerischer Haltung und Jagd weiterhin schuldig. Während bereits ein Importverbot für Hunde-, Katzen- und Robbenfelle besteht, werden Vorstösse zum Pelzimportverbot immer wieder vom Parlament abgeschmettert. Es ist Zeit, dies zu ändern. 

Mit der Kampagne “We Care – We Don’t Wear” zielt Campax zusammen mit anderen Tierschutz- und Tierrechtsorganisationen darauf ab, das Parlament zur Annahme der Motion für ein Importverbot von tierquälerisch erzeugten Pelzproduktenzu bringen. 

Moser ist jetzt ein Berater der Humane League International, mit dem Ziel, dem Pelz in Grossbritannien ein Ende zu setzen. Campax und die Humane League International stehen ebenfalls in Kontakt und unterstützen sich gegenseitig in den jeweiligen Kampagnen. 

Jetzt die Pelzkampagne von Campax unterstützen!

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