Erfolg: PostFinance hat das Spendenkonto gesperrt

, ,

«Schluss mit der indirekten Unterstützung des Rechtsextremismus!»

Mit diesem Aufruf haben wir am vergangenen Donnerstag, 13. Januar, eine Petition an den CEO von PostFinance gestartet. Die mehr als 6’600 Unterzeichner:innen fordern PostFinance auf, das Spendenkonto des österreichischen Rechtsextremenaktivists Martin Sellner zu sperren.

Während offenbar 37 andere Banken die Konten von Sellner gesperrt haben, bietet die Schweizer PostFinance dem Rechtsextremisten ihre Services an. Sie ermöglicht damit, dass Sellner für seine Hasstiraden Geld sammelt und seine politische Hetze finanziert.

 

Good News!

Erfolg! Der Druck hat Wirkung gezeigt. PostFinance hat das Spendenkonto des Rechtsextremisten Martin Sellner gesperrt und die Kundenbeziehung gelöscht.

Eigentlich wollte Campax am Donnerstag, 20. Januar 2022 die in wenigen Tagen gesammelten Unterschriften der Petition gegen eine Geschäftsbeziehung zwischen dem Gelben Riesen und dem Rechtspopulisten der PostFinance übergeben, doch schon am heutigen Mittwoch überschlugen sich die Ereignisse:

Der Leiter der rechtsextremen Identitäre Bewegung Österreich, Martin Sellner titelt neu auf seinem Telegram-Auftritt «Schweiz kippt um – PostFinance kündigt mein Konto».

Campax begrüsst diesen schnellen und vernünftigen Zug der PostFinance. Nur schon die Fortführung der Geschäftsbeziehung um wenige Tage hätte in der heutigen Konstellation unweigerlich zu einen Shitstorm geführt, der der PostFinance einen schweren Imageschaden zugefügt hätte. Vernünftig ist der Entscheid, sich von Sellner zu trennen nicht zuletzt auch deshalb, weil die PostFinance einiges an Kundschaft verloren hätte. Allein in den Kommentaren auf unserer Petitionsseite fanden sich schon mehrere Unterzeichnende, die ihre Absicht erklärten, ihr Postkonto aufzukündigen.

Die PostFinance hat im vorliegenden Fall alles richtig gemacht. Sie hat schnell und präzise reagiert, ohne eine Kundenbeziehung zu offenbaren oder zu kommentieren – ganz im Sinne der Verschwiegenheit Schweizerischer Finanzinstitute. Ausserdem hat sie die Zeichen eines aufziehenden Sturms rechtzeitig erkannt und die richtigen Massnahmen getroffen. Wir möchten davon ausgehen, dass die Kundenbeziehung mit Herrn Sellner bei der PostFinance «unter dem Radar geflogen» ist, bis sie durch Medienberichte vergangene Woche an die Öffentlichkeit gezerrt worden ist.

 

Petition trotzdem übergeben

Am Donnerstag, 20. Januar 2022, haben wir die Petition trotzdem der PostFinance übergeben, damit die Geschäftsleitung einen Eindruck erhält, wie vielen Menschen in der Schweiz das Image der PostFinance ein Anliegen ist.

In der Hoffnung, dass solche Fälle in Zukunft sorgfältiger überprüft werden, bleiben wir in dieser Angelegenheit aktiv.

Wir nehmen kein Geld vom Staat oder von Unternehmen.

Hilf Campax mit einer Spende die Unabhängigkeit zu sichern und es möglich zu machen, dass wir rasch auf neue Themen reagieren und auch länger an diesen dranbleiben können.

Erfolg: Postfinance schmeisst Rechtsextremen raus. Das Medienecho

[vc_row][vc_column][vc_column_text] Kein Finanzinstitut wollte mit dem rechtsextremen  Führer der «Identitären...

Rechtsextremist x PostFinance

Ein bekannter Rechtsextremist sammelt Spenden mit einem PostFinance-Konto, während verschiedene...

Hinterlasse einen Kommentar