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Keine Versicherung für die Klimakrise und Flüssiggas: Unser Protest bei Zurich und Swiss Re

Was war das für eine Woche! Die letzten Tage standen für uns ganz im Zeichen der Generalversammlungen der grossen Schweizer Versicherungen. Da diese auch in Zeiten der eskalierenden Klimakrise noch immer in klimaschädliche Flüssiggasprojekte (LNG) investieren oder diese versichern, waren wir vor Ort.

 

Denn eines ist sicher: Ohne Versicherung kann kein einziges fossiles Projekt realisiert werden. Die Branche sitzt am direkten Hebel für die Energiewende. Doch aktuell halten die Konzerne an der gefährlichen Erzählung der „Brückenenergie“ fest, obwohl erneuerbare Energien längst günstiger sind und mehr Sicherheit bieten.

An der Swiss Re GV

Zurich Insurance Group: Den Betroffenen eine Stimme geben

Am Mittwoch, den 08.04.26, versammelten wir uns mit vielen Aktivist*innen vor dem Hallenstadion in Zürich. Direkt am Eingang präsentierten wir Banner mit den Gesichtern und Zitaten von Menschen, die bereits heute unter den Auswirkungen der Flüssiggasindustrie leiden.

 

Wir brachten Berichte über verlorene Existenzen, Gesundheitsprobleme und Umweltrassismus direkt dorthin, wo über die Zukunft des Geschäfts entschieden wird. Damit die Stimmen der Betroffenen dort gehört werden, wo sie sonst ignoriert werden. Auch in der Versammlung selbst stellten wir kritische Fragen an die Führungsebene und forderten einen Kurswechsel. Die positiven Rückmeldungen aus den Gesprächen mit Teilnehmenden machen Hoffnung: Der Wunsch nach einem Wandel weg von fossilen Brennstoffen wächst.

An der Zurich GV

Swiss Re: Riesen-Oktopus Carlos gegen die Zerstörung der Meere

Nur zwei Tage später, am Freitag, den 10.04.26, ging es bei der Swiss Re in Dübendorf weiter. Gemeinsam mit dem Kollektiv “Artivists“ und den Künstler*innen von “Collectif escarmouche” wählten wir ein symbolstarkes Bild für die bedrohte Biodiversität: Ein überlebensgrosser Oktopus, Carlos, als Marionette, die von acht Personen bewegt wurde, begrüsste die Aktionär*innen vor der Location “The Hall“.

Während wir draussen vor allem mit dem Oktopus Aufmerksamkeit erregten, mischten wir drinnen das Podium mit kritischen Voten auf. Unser Ziel ist klar und einfach: Versicherungen müssen ihre Richtlinien anpassen und LNG explizit aus ihrem Portfolio ausschliessen. Mit unserer kreativen Aktion konnten wir nicht nur den Teilnehmenden das ein oder andere Lachen und interessierte Fragen entlocken, sondern auch einige inhaltliche wichtige Gespräche führen und Präsenz zeigen.

Brennpunkt “Coral Triangle“: Stoppt den Ausbau von LNG!

Besonders besorgt blicken wir auf das sogenannte “Coral Triangle“ in Südostasien. In diesem Hotspot der marinen Biodiversität soll die Flüssiggasinfrastruktur massiv ausgebaut werden. Das bedroht nicht nur sensible Ökosysteme, sondern die Lebensgrundlage von Hunderten Millionen Menschen. Unsere zentrale Forderung: Keine neuen LNG-Projekte, weder in Louisiana, noch im vulnerablen Coral Triangle. Die Schweizer Versicherungswirtschaft muss ihrer Verantwortung gerecht werden und den Geldhahn für die fossile Zerstörung zudrehen!

Diese Aktion ist nur möglich mit Spenden aus der Community. Deswegen ein herzliches Danke an alle, die Teil dieses besonders kreativen Protests waren! Möchtest Du uns für zukünftige Aktionen unterstützen? ❤️

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