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Hin zu einer Welt ohne PFAS

WAS SIND PFAS?

PFAS (Per- und Polyfluoralkylsubstanzen) sind eine Familie von über 10’000 synthetischen Chemikalien. Man nennt sie auch «Ewigkeitschemikalien», da sie in der Umwelt extrem langlebig sind. Die für sie charakteristische Kohlenstoff-Fluor-Bindung ist eine der stärksten bekannten Verbindungen in der Chemie – was sie nahezu unzerstörbar macht.

WARUM SIND SIE GEFÄHRLICH?

Ihre Langlebigkeit macht ihre Beseitigung extrem komplex und teuer. In Verbindung mit ihrer intensiven Nutzung führt diese Beständigkeit zu einer kontinuierlichen Anreicherung von PFAS in unseren Böden, unserem Wasser, unseren Lebensmitteln und schliesslich in unseren Körpern. Wenn diese giftigen Substanzen in grossen Mengen aufgenommen werden, könnten sie Studien zufolge zahlreiche Gesundheitsprobleme verursachen: insbesondere Krebs, hormonelle Störungen und Schilddrüsenerkrankungen, eine Schwächung des Immunsystems sowie Leberprobleme und einen erhöhten Cholesterinspiegel.

WARUM WERDEN SIE DANN NOCH VERWENDET?

Wegen ihrer zahlreichen für die Industrie nützlichen Eigenschaften. PFAS sind nämlich:

 

  • antihaftbeschichtet (Anwendungsbeispiel: Teflonpfannen)
  • wasserabweisend (Kleidung, Schuhe, Impregnierungssprays)
  • fettabweisend (Lebensmittelverpackungen)
  • hitzebeständig (Feuerlöschschäume, elektronische Schaltkreise)

Glücklicherweise gibt es für die meisten dieser Produkte PFAS-freie Alternativen.

Wie kannst du dazu beitragen, den Übergang zu PFAS-freien Alternativen zu beschleunigen?

Du kannst:  

  • den Kauf von Produkten, die PFAS enthalten, so weit wie möglich vermeiden
  • dein Umfeld für das Problem sensibilisieren
  • unsere Petitionen zum Thema unterzeichnen
  • an einer Aktion in Ihrer Nähe teilnehmen

Alle Möglichkeiten zum Mitmachen findest du unten. Vielen Dank für dein Engagement!

Der Kanton Appenzell Innerrhoden wird seine Umstellung auf PFAS-freie Löschschäume bis Ende 2026 abschliessen. Sie haben uns mitgeteilt, dass sowohl die vollständige Umstellung als auch die dazugehörigen Schulungen für fluorfreie Produkte im Jahr 2026 vorgesehen sind.


Die anderen Kantone, mit denen wir Kontakt aufgenommen haben, sind ebenfalls bereit, ihre Umstellung so rasch wie möglich abzuschliessen, und viele haben diesen Schritt bereits vollzogen. Dieser Teil unserer Kampagne ist somit abgeschlossen!

Eine Petition gegen einen Antrag, der vorschlug, stark mit PFAS kontaminierte Lebensmittel mit anderen, weniger betroffenen Lebensmitteln zu mischen, wurde dem Nationalrat im August 2025 mit einer Inszenierung eines giftigen Restaurants vorgelegt.

Während der Bundesrat die nationale Studie über die Auswirkungen von PFAS auf die menschliche Gesundheit aufgibt und verbindliche Massnahmen meidet, werden weiterhin Schadstoffe in die Umwelt freigesetzt.

 

Unterschreibe diese Petition, um unsere politischen Entscheidungsträger aufzufordern, endlich die notwendigen Massnahmen zu ergreifen, um dieses Problem der öffentlichen Gesundheit zu lösen!