Campax an der GV der SNB

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Heute Morgen fand die Generalversammlung der Schweizerischen Nationalbank statt – und wir waren da! Die SNB muss endlich damit aufhören, die Klimakrise zu finanzieren. 

Am Gebäudeeingang stehen fünf Aktivist*innen, die als Kellner*innen verkleidet sind. In ihrer Hand halten sie ein Tablett, darauf steht ein Glas, gefüllt mit Erdöl.  Ein*e SNB-Vertreter*in möchte in das Gebäude eintreten. Eine*r der Aktivist*innen fragt: «Ein Glas Erdöl gefällig?»

Diese Szene hat sich heute Morgen vor der alten Börse in Zürich abgespielt, wo die Schweizerische Nationalbank ihre Generalversammlung abhielt. Die Investitionen der SNB sind nicht öffentlich, aber die Transparenzanforderungen in den USA und Grossbritannien zeigen, dass ihre Investitionen in diesen Ländern – welche 66 Prozent der Aktienanlagen der Bank entsprechen – die Quelle von fast so viel CO2-Emissionen  sind, wie die gesamte Schweiz im Inland ausstösst. Insgesamt unterstützt das SNB-Portfolio eine Erderwärmung von 4 bis 6°C bis zum Jahr 2100, welche unseren Planeten bis dahin weitgehend unbewohnbar machen würde. [2]

Mit dieser Anlagestrategie schneidet die SNB selbst im internationalen Vergleich in Sachen Klima schlecht ab: Ein neuer Bericht der Organisation Positive Money zeigt, dass die SNB hinter ihren europäischen Pendants zurückbleibt, obwohl diese selbst keine Musterschüler sind. [3]

Sofortige Desinvestition notwendig

Die Klimaorganisationen Campax, BreakFree und Fossil Free fordern die SNB daher dazu auf, sich sofort von allen Anteilen an Unternehmen zu trennen, die an der Produktion, dem Handel und der Verarbeitung fossiler Energien beteiligt sind; angefangen bei den umweltschädlichsten fossilen Brennstoffen Teersand, Fracking sowie arktischem Öl und Gas. Die SNB muss dieses Geld in einen gerechten & grünen Umbau der Weltwirtschaft reinvestieren.

Um diese Forderung zu verdeutlichen, haben die Organisationen heute Morgen oben beschriebene Aktion durchgeführt. Sie soll klarmachen, dass fossile Energien für das Klima ebenso ungeniessbar sind wie für uns Menschen.

Gemeinsame Kampagne für einen klimafreundlichen Schweizer Finanzplatz – #ExitFossilFuelsNow

Zahlreiche Klimaorganisationen setzen sich in diesem Jahr gemeinsam für einen klimafreundlichen Schweizer Finanzplatz ein. Dieser verursacht mit seinen Investitionen rund 22 Mal so viel CO2-Emissionen wie die Schweiz im Inland. Damit ist er DAS größte Klimaproblem der Schweiz.

Die Klimaorganisationen werden dieses Jahr mit zahlreichen Aktionen auf ihre Forderungen aufmerksam machen. Der Startschuss fällt am 30. April.

Quellen:
[1] und [2]: Artisans de la transition, Rapports BNS. https://www.artisansdelatransition.org/agir-avec-nous/desinvestir/rapport-bns#anglais
[3]: Positive Money, Green Central Banking Scorecard. https://positivemoney.org/publications/green-central-banking-scorecard/

Fotos: Marin Mikelin
Video: Jens Woernle

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