Aktionen an den Generalversammlungen der Credit Suisse und der Nationalbank

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Heute morgen fanden gleich zwei Aktionen gleichzeitig statt. Die Credit Suisse und die Nationalbank hielten nämlich exakt zur gleichen Zeit ihre Generalversammlungen ab. Unsere Forderungen an die zwei Banken sind ähnlich: Kein Schweizer Geld in Öl, Gas und Kohle!

Heute morgen, 10:00 Uhr. Während die Online-Generalversammlung der Credit Suisse begann, betrat eine Gruppe von Klimaaktivist:innen den Zürcher Paradeplatz. Vor dem Hauptsitz der Grossbank installierten sie ein 8m grosses Boot, welches symbolisch auf einen “Eisberg” aus fossilen Energien auflief. «Mit dem Sinnbild der Titanic verdeutlichen wir, dass sich die Credit Suisse auf dem Weg in die Katastrophe befindet. Mit ihren rücksichtslosen Geschäften bringt sie nicht nur den Planeten, sondern auch sich selbst zum sinken», beschrieb Myriam Grosse die Aktion, welche vom Collectif BreakFree, Collectif Climate Justice und Campax organisiert wurde.

Während auf dem Paradeplatz Klimaaktivist:innen demonstrierten, wurde die Credit Suisse gleichzeitig „von innen“ unter Druck gesetzt. Aktivistische Aktionäre hatten eine Klimaresolution eingereicht, über die heute abgestimmt wurde. Das Manamgement der Grossbank zeigte sich allerdings uneinsichtig und empfahl die Resolution zur Ablehnung. Sie wurde denn auch mit etwas über 18% Ja-Stimmen abgelehnt – was allerdings ein Achtungserfolg ist für die erste Klimaresolution der Schweiz.

Ebenfalls um 10:00 Uhr ging in Bern die Generalversammlung der Nationalbank los – diese fand aber erstmals wieder “live” statt. Diese Gelegenheit liessen wir uns nicht entgehen, standen mit einem grossen Banner vor den Eingang und verteilten Flyer an die Aktionär:innen und Mitarbeiter:innen. Das Banner war zusammengesetzt aus den 26 kleinen Einzelbannern der “Tour de Climat”, unserer Velotour von vergangenem Sommer.

Wärend wir draussen standen, nahmen verschiedene Vertreter:innen der SNB-Koalition an der Generalversammlung teil und brachten unsere Forderungen in kritischen Wortmeldungen ein. Die SNB-Koalition ist eine Arbeitsgruppe der Klimaallianz, in der verschiedene Klimaorganisationen ihre Arbeit zur SNB koordinieren.

Heute war also ein aktionsreicher Tag. Zahlreiche Klimaorganisationen haben zusammengearbeitet, um gleichzeitig auf verschiedenen Ebenen Druck auf die Credit Suisse und die Nationalbank zu machen. Gemeinsam sind wir stark und werden unser Ziel erreichen: Kein Schweizer Geld in Öl, Gas und Kohle!

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