Aktion: Samichlaus und Schmutzli (4future) mahnen SNB-Chef

, ,
Samichlaus und Schmutzli (4future) mahnen SNB-Chef

Es war einmal an einem eisigen Montagmorgen im Dezember an der Zürcher Börsenstrasse. Durch die Scheiben seines lupenreinen Bürofensters erblickt Nationalbank-Direktor Thomas Jordan das seltsame Duo: Samichlaus und Schmutzli sind gekommen mit der weltgrössten Fitze und einem Jutesack, der den Namen des grössten Sünders im Quartier trägt: Thomas.

„Warum ich?“, mag er sich fragen. Bald darauf ertönt Samichlaus Stimme: „Thomas war dieses Jahr sehr unartig. Er hat erneut Milliarden in Öl- und Gasunternehmen investiert und damit die Klimakatastrophe, Umweltzerstörung und Menschenrechtsverletzungen massiv vorangetrieben“.¹ Obwohl der Bankdirektor es hoch und heilig versprochen hat, ist er noch immer nicht aus dem dreckigen Kohle-Geschäft ausgestiegen.² All das widerspricht den Anlagerichtlinien, die die Schweizerische Nationalbank (SNB) sich selbst gesetzt hat. Sie verpflichtet sich nämlich, „keine Investitionen zu tätigen, die systematisch gravierende Umweltschäden verursachen.“³ Doch Thomas kommt nicht raus, um sich dem Tadel von Samichlaus zu stellen. Womöglich schämt er sich für sein Verhalten?

Diese Szene hat sich vorgestern vor dem Eingang der Nationalbank in Zürich abgespielt. Samichlaus und Schmutzli haben sich der Klimabewegung angeschlossen 😉. Ganz bewusst haben sie als ersten Stopp die Schweizerische Nationalbank gewählt. Wenn sie weiterhin Milliardensummen in klimaschädliche Industrien pumpt, steuern wir auf eine Klimaerhitzung von bis zu 6 Grad bis 2100 zu. Ein derartiger Temperaturanstieg macht nicht nur Banking, sondern nahezu jedes Leben auf diesem Planeten unmöglich. Die Fitze ist ein gigantisches Warnsignal und ein Appell: Mach es besser, Thomas! Stoppe jetzt den Geldfluss in Fossile-Energie-Konzerne! Investiere in die Zukunft, nicht den Klimawandel!

Samichlaus schlägt sein goldenes Buch auf und blättert kopfschüttelnd durch die Sünden der Börsenstrasse. Bei Thomas hält er besorgt inne: Er ist das ungezogenste Kind der Strasse. Denn unter seiner Leitung hat die Schweizerische Nationalbank (SNB) auch dieses Jahr Milliarden in Öl- und Gasunternehmen investiert und damit Klimakatastrophe, Umweltzerstörung und Menschenrechtsverletzungen massiv vorangetrieben [1]. Obwohl der Bankdirektor es hoch und heilig versprochen hat, ist er noch immer nicht aus dem dreckigen Kohle-Geschäft ausgestiegen [2]. All das widerspricht den Anlagerichtlinien, die die SNB sich selbst gesetzt hat. Sie verpflichtet sich nämlich, keine Investitionen zu tätigen, die systematisch gravierende Umweltschäden verursachen [3]. Kein Wunder, dass sich der Nationalbank-Chef Samichlaus nicht zeigen wollte. 

[1] Artisans de la Transition, 2018: Prädikat klimaschädlich: Eine Studie zur Anlagepolitik der Schweizerischen Nationalbank.

[2] Blick (2021/05/17): Nationalbank steckt noch immer Kohle in Kohle

[3] Richtlinien der Schweizerischen Nationalbank (SNB) für die Anlagepolitik (vom 27. Mai 2004; Stand am 1. April 2015).

Wir nehmen kein Geld vom Staat oder von Unternehmen.

Hilf mit einer Spende, dass die SNB klimafreundlicher wird!

Nachfolge von Nationalbank-Vizepräsident

Wie tickt Beatrice Weder di Mauro in Sachen Klima? Lass...

SNB-Flyeraktion

Flyern für eine klimafreundliche Nationalbank

Gestern und heute haben Campax-Aktivist:innen vor verschiedenen Kantonsparlamenten Flyer verteilt....

Leave your comment